04.09.2020 15:11 |

Alarm auf Sri Lanka

Brennender Öltanker: Sorge vor Umweltkatastrophe

Zwei Tage nach der Explosion und einem anschließenden Brand auf einem riesigen Öltanker vor der Ostküste Sri Lankas wächst die Angst vor einer schweren Umweltkatastrophe. Trotz des Einsatzes mehrerer Marineschiffe und eines Löschhubschraubers sind die Flammen auf der mit mehr als 250.000 Tonnen Rohöl beladenen New Diamond weiter außer Kontrolle. Noch hat der Brand die Fracht aber nicht erreicht.

„Sollte auch nur ein Teil der 270.000 Tonnen Öl ins Meer laufen, wäre das eine der größten ökologischen Katastrophen der vergangenen Jahrzehnte“, warnte Greenpeace auf Twitter. Vor Sri Lanka gebe es Wal- und Riffhaie, Meeresschildkröten und Pott- und Blauwale.

Seemann kam bei der Explosion ums Leben
Nach Angaben der sri-lankischen Marine hat der Brand die Fracht noch nicht erreicht, doch zeigte auch sie sich zunehmend besorgt. Die unter panamaischer Flagge fahrende New Diamond hatte nach einer Explosion im Maschinenraum und einem Brand am Donnerstag in der Früh einen Notruf abgesetzt. 22 der 23 philippinischen und griechischen Besatzungsmitglieder wurden gerettet, ein philippinischer Seemann kam nach Angaben der Behörden bei der Explosion eines Heizkessels ums Leben.

Die New Diamond war mit 270.000 Tonnen Rohöl und 1700 Tonnen Diesel an Board von Kuwait unterwegs nach Indien, als der Heizkessel etwa 60 Kilometer vor Sri Lankas Ostküste explodierte. Über Nacht trieb der Tanker zehn Kilometer weiter auf die Küste zu. An den Löscharbeiten beteiligen sich neben sri-lankischen Marineschiffen und einem Löschhubschrauber der Luftwaffe auch Kriegsschiffe des Nachbarstaats Indien sowie Schiffe der indischen Küstenwache. 

Die 330 Meter lange New Diamond ist etwa ein Drittel größer als der japanische Frachter Wakashio, der Ende Juli vor Mauritius auf ein Riff im Südosten aufgelaufen war. Mindestens 1000 Tonnen Öl liefen damals ins Meer, töteten Tiere und verschmutzten die Küsten des Urlaubsparadieses im Indischen Ozean.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.