"Was will Swarovski noch von mir?", dachte sich der Unterländer Albert M. (Name geändert), als kürzlich ein Brief mit dem Swarovski-Logo ins Haus flatterte. Im Schreiben an den 44-jährigen Ex-Mitarbeiter (Jobverlust im April 2009) heißt es: "Erfreulicherweise hat sich die Situation dahingehend geändert, dass wir derzeit wieder offene Stellen im Schleifsaal 317 anbieten können. Sollten Sie Interesse haben..."
Albert M. grübelte tagelang, blieb letztlich aber im neu gefundenen Job. Auch deshalb, weil Swarovski etlichen Gekündigten nur ein befristetes Arbeitsverhältnis bietet (z. B. halbes Jahr Probezeit trotz Erfahrung, danach ein Jahr befristet).
Prinzipiell, so betont Swarovski, würden Ex-Mitarbeiter wieder zu den ursprünglichen Bedingungen eingestellt. Eine "relativ hohe Zahl" an Stellen könne mit ehemals Gekündigten besetzt werden.
2009 wurde prognostiziert, dass heuer 500 Stellen in Wattens wegfallen würden. Die Realität sieht mit rund 350 neuen Jobs weitaus erfreulicher aus.
Gründe: Mehr Produktion im Billig-Segment von Kristallkomponenten, auch der Premiumsektor boomt.
von Andreas Moser, Tiroler Krone
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