"Zahlen veraltet"

Ärger um Frequenz-Zählung: Tausende Passanten fehlen

Niederösterreich
25.09.2010 18:46
Der Schreck ist Geschäftsleuten sowie Politikern in alle Glieder gefahren: Eine sogenannte Frequenz-Zählung in der Innenstadt von Baden zeigte ein deutliches Minus an potenziellen Kunden. Sofort nahm die SP die Wirtschaftsaktivitäten der VP ins Visier. Im Rathaus ist man indes verärgert: „Diese Zahlen sind vollkommen veraltet!“

Nur 33.000 Besucher sollen laut der veröffentlichten Studie innerhalb einer Woche in der Fußgängerzone gezählt worden sein. Dieses Ergebnis sorgt vorerst für Krisenstimmung in der Kurstadt. Immerhin hatte eine ähnliche Untersuchung vor sechs Jahren bereits knapp 56.000 Passanten ergeben. „Noch dazu hat damals tagelanges Regenwetter nicht gerade zum Flanieren eingeladen“, heißt es im Rathaus.

SP-Chef Markus Riedmayer nutzte die vermeintliche Gunst der Stunde, klagte über „desaströse Werte“ für Baden und prangerte die verfehlte Wirtschaftspolitik der VP an. Riedmayer: „Es wird nichts getan, um die Innenstadt attraktiv zu machen.“

Gelassen reagiert mittlerweile Stadtchef Kurt Staska auf die Kritik: „Die schlechten Daten stammen aus dem Jahr 2007, als der Hauptplatz komplett aufgegraben war.“ Zählungen im Oktober sollen aktuelle Werte für Marketingstrategien liefern. 

von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung 

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