22.08.2020 13:00 |

Zwischenbilanz

Hochsaison bringt Lichtblick im Tiroler Tourismus

In normalen Zeiten hätte man wohl von einem „Katastrophen-Sommer“ gesprochen, denn das Nächtigungsminus in Tirol liegt inklusive Juli bei 41,8 Prozent! Zweifacher Trost: In der Lockdown-Zeit befürchteten die Tiroler Touristiker noch Schlimmeres - und der Trend zeigte zuletzt klar nach oben. „Das Vertrauen in Tirol als Urlaubsdestination ist vorhanden“, atmet LH Günther Platter auf.

Der Andrang bei vielen Ausflugszielen, bei Bergbahnen und auf Almhütten ist trügerisch. Denn die nackte Statistik weist für viele Tiroler Orte ein saftiges Nächtigungsminus aus. Im bisherigen Sommer (Mai bis Juli) litten unter den wichtigsten Destinationen vor allem Innsbruck (-72,6 Prozent), Seefeld (-57,8 Prozent), Kitzbühel (-53,2 Prozent), Mayrhofen (-48,3 Prozent) und Söll (-44,4 Prozent). Eine kleine glorreiche Ausnahme ist Wattenberg, wo man 4300 Vorjahresnächtigungen sogar halten konnte. Die einleuchtende Erklärung in Corona-Zeiten hat Martin Friede, Chef des TVB Hall-Wattens: „Es ist ein naturnahes Seitental mit schönen Höfen und der Lizumer Hütte, die an einem Fernwanderweg steht.“

Einzelne im Juli mit Plus
Wenn man allein den Juli betrachtet, fallen die Rückgänge quer durch Tirol geringer aus (-14,4 Prozent). Vereinzelt konnte man die Juli-Nächtigungen gegenüber dem Vorjahr sogar steigern. Etwa in der Zugspitz-Gemeinde Ehrwald (+23,3 Prozent), in Tannheim (+14,7 Prozent), in Tux (+8,3 Prozent) oder in Eben am Achensee (5,8 Prozent).

Hygiene machbar
Die Tirol Werbung sieht den Sommer bisher durchaus erfreulich: „Organisatorische Aspekte rund um Sicherheits- und Hygienemaßnahmen verlangen allen zwar einiges ab, sind aber machbar. Die Erfahrung zeigt, dass Urlaub mit einem respektvollen Miteinander funktioniert“, zieht Geschäftsführer Florian Phleps eine Zwischenbilanz.

Plus bei Österreichern
Nebeneffekt: Der Trend zum Urlaub im eigenen Land wurde deutlich belebt - rund 18 Prozent mehr österreichische Gäste wurden gegenüber dem Juli 2019 verzeichnet: „Wir sehen diese Saison auch als Chance, der Bevölkerung ihre Heimat näher zu bringen“, sagt Phleps.

Andreas Moser
Andreas Moser
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