Mit einiger Verspätung soll in Saalfelden-Uttenhofen ein Nordisches Zentrum entstehen. Der Baubeginn ist noch in diesem Jahr geplant. Eine Zusage vom Bund ist da, Landestrainer Gruber und Kombinierer Seidl atmen erleichtert auf.
Erst kam Ibiza dazwischen, dann Corona. Jetzt soll er, wenn auch mit ordentlich Verspätung, klappen: Der Bau des Nordischen Zentrums in Saalfelden-Uttenhofen!
„Das wird ein All-In-Projekt“, erklärt Sportlandesrat Stefan Schnöll. Vom Bund gibt es eine Zusage über rund eine Millionen Euro, insgesamt beziffert der 32-Jährige die Kosten auf etwa 3,9 Millionen Euro. Neben der Sanierung der Schanzenanlage steht auch ein neues Hauptgebäude, ein neuer Lift sowie eine Rollerstecke auf der To-Do-Liste. „Der Startschuss fällt noch 2020“, kündigt Schnöll an. Abgeschlossen sein soll das Projekt binnen zwei Jahren.
Die Sanierung der Anlage in Saalfelden wäre natürlich für uns alle wichtig. In ganz Salzburg gibt es keine einzige Rollerstrecke.
Mario SEIDL, dreifacher Medaillengewinner bei Großereignissen
Die Zeit drängt, denn die Lizenz für die 90-Meter-Schanze im Felix-Gottwald-Stadion läuft heuer aus. Auf dem in die Jahre gekommenen Bakken darf 2021 nicht mehr gesprungen werden.
„Schon zu Schulzeiten wurde darüber geredet“
„Es wird höchste Zeit“, meint Kombinierer Mario Seidl, „schon in meiner Schulzeit wurde davon gesprochen.“ Besonders wichtig ist dem 27-Jährigen, der sich nach einem Kreuzbandriss zurückkämpft, die Rollerstrecke. „Es gibt in ganz Salzburg keine Anlage.“
Das neue Zentrum würde aber nicht nur den Weltcup-Assen zugute kommen, sondern vor allem auch dem Nachwuchs. Saalfelden gilt als Talentschmiede und brachte in der Vergangenheit zahlreiche Stars heraus.
Wenn erst einmal der Bagger da steht und zu graben beginnt – puh, das wird gewaltig.
Micihael GRUBER, Landestrainer und Team-Olympiasieger
„Das Zentrum wäre für uns das Nonplusultra“
„Für uns wäre das eine unglaubliche Erleichterung“, fiebert Landestrainer und Team-Olympiasieger Michael Gruber dem Projekt entgegen. „Dieses Zentrum wäre das Nonplusultra!“
So richtig glauben kann er es noch nicht. „Wenn erst einmal der Bagger da steht und zu graben beginnt – puh, das wird gewaltig“, grinst er.
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