Taliban-Kontroverse

US-Armee verbannt “Medal of Honor” aus Geschäften

Spiele
03.09.2010 17:11
Der in Afghanistan angesiedelte Shooter "Medal of Honor" wird seit Wochen von Politikern verschiedener Länder scharf kritisiert (siehe Infobox) - vor allem, weil Gamer im Mehrspieler-Modus die Rolle der Taliban übernehmen können. Das US-Militär hat nun ohne große Debatte Konsequenzen gezogen und das Spiel von allen Armee- und Air-Force-Basen weltweit verbannt.

Der Firma GameStop, die auf US-Basen Computer- und Videospiele verkauft, wurde nahegelegt, "Medal of Honor" aus dem Verkauf zurückzuziehen. Die Anweisung kam vom Army and Air Force Exchange Service, einer Agentur des US-Verteidigungsministeriums, die die Kaufhäuser auf sämtlichen US-Basen verwaltet. Auch Werbung wird für das Spiel nicht mehr gemacht. Die neue Regelung gilt nicht nur in den USA, sondern auf der ganzen Welt, wie "Kotaku" berichtet.

GameStop habe "aus Respekt für unsere Männer und Frauen in Uniform" beschlossen, "Medal of Honor" aus den Armee-Filialen zurückzuziehen, heißt es in einer firmeninternen E-Mail. "Medal of Honor"-Publisher Electronic Arts hat sich zu den Vorgängen noch nicht geäußert.

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