Zurecht, denn die neu in Betrieb genommene 460-m²-Anlage auf dem Dach der Volksschule ist nur eines von zahlreichen Beispielen. Auch bei der städtischen Kompostieranlage, beim Umspannwerk West und bei der Firma Farthofer ist Sonnenenergie Trumpf. Und die Tendenz zeigt weiter steil nach oben.
Beispiel Einfamilienhaus: Bei 30 bis 35 m² Kollektorfläche muss man mit Kosten von 20.000 bis 22.000 Euro rechnen. "Etwa die Hälfte davon zahlt der Bund an Förderung, weitere Zuschüsse kommen von Land und Stadt. Am Ende bleibt eine Eigenleistung von rund 8.000 Euro übrig", rechnete Müller vor.
In der Regel erzeugt die Anlage mehr Energie, als man im Durchschnitt selbst benötigt. Der Überschuss wird dem Hausbesitzer zum (relativ bescheidenen) Preis von 15 Cent pro Kilowatt abgekauft.
Trotz des Wörgler Photovoltaik-Booms darf man die Relationen nicht vergessen: "Erst 0,5 Prozent des gesamten Stromverbrauchs der Stadt werden auf diese Weise erzeugt", erinnerte Umwelt- und Energiereferent Richard Götz (Grüne).
Förderung des Bundes mit vielen Fragezeichen
Bremsend auf den Boom könnte sich die Förderpolitik des Bundes auswirken: Die österreichweiten 37 Millionen Euro sind heuer bereits ausgeschöpft. Auch 2011 dürfte das Geld längst nicht für alle Interessenten reichen. Die Computer-Anmeldung ähnelte zuletzt eher einem Glücksspiel…
von Andreas Moser, Tiroler Krone
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.