06.06.2020 13:29 |

Nicht zu unterschätzen

E-Bikes bergen immer wieder hohes Unfallrisiko

Fahrräder sind dieses Jahr gefragt wie nie - die Rekordzahlen im Verkauf sprechen für sich. Vor allem E-Bikes erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Doch so praktisch die Unterstützung beim Radeln auch sein mag, das Risiko dahinter wird häufig unterschätzt. Zahlreiche Unfälle sind die Folge.

Während sich der Fahrradhandel heuer über Rekordumsätze freut, mussten im Straßenverkehr bereits zahlreiche Fahrradunfälle verzeichnet werden. Auffällig dabei: Vor allem Lenker von Elektrorädern kommen häufig zu Sturz.

„Wir haben eine Vergleichsstudie mit mehr als 100 Personen und verschiedenen Rädern gemacht. Besonders die Generation ab 65 Jahren war von den E-Bikes begeistert. Gleichzeitig waren viele aber mit der Handhabung überfordert, denn sie waren viel schneller und weiter unterwegs als andere“, erklärt Klaus Robatsch vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV). Immerhin erreichen die durchschnittlichen Elektroräder eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 25 km/h.

Für ungeübte kann es problematisch werden
„Viele möchten Radfahren, sind aber körperlich nicht mehr dazu im Stande. Manche sind schon jahrelang nicht mehr auf einem Rad gesessen. Das Handling mit einem E-Bike ist zwar ähnlich, aber das Gewicht ist mit rund 20 Kilogramm viel größer“, gibt der Experte vom Fahrradprofi-Shop in Viktring zu bedenken.

Kommt zu der hohen Geschwindigkeit noch eine Neigung der Straße hinzu, kann es für ungeübte Radler problematisch werden. „Die Leute übernehmen sich vor allem beim Abwärtsfahren häufig. Sie sind schnell unterwegs, dann kommt plötzlich ein Schotterweg, und sie können nicht mehr rechtzeitig reagieren. Dabei kann es zu schweren Verletzungen kommen“, warnt der Experte.

Manuela Karner
Manuela Karner
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