05.06.2020 14:00 |

Prozess in Innsbruck

Frühere Anwälte geklagt: „Wurden falsch beraten“

9,75 Prozent Zinsen stellte die in Kitzbühel ansässige kitzVenture GmbH 2016 Kleinanlegern in Aussicht. Doch schon bald geriet das Investmentmodell ins Visier von Finanzmarktaufsicht und Justiz. Nun klagt das Unternehmen ihre damaligen Anwälte auf über 550.000 Euro. Man fühle sich falsch beraten.

„Schämen Sie sich eigentlich nicht, welchen Schaden Sie angerichtet haben. Es ist eine Schweinerei!“, brüllte kitzVenture-Chef Patrick Landrock am Donnerstag am Innsbrucker Landesgericht in Richtung Stefan Kofler von der Kanzlei „Greiter, Pegger, Kofler & Partner“. Die Firma, die für ihr Risikoinvestment mit Anlagen in Start-ups bereits rechtskräftig verurteilt wurde, fordert nun von ihren ehemaligen Anwälten 557.840,51 Euro nebst Zinsen und Prozesskosten. „Die beklagte Kanzlei hätte unsere Mandantschaft aufklären müssen, dass es für ein derartiges Geschäftsmodell Konzessionen bedarf. Wäre dies geschehen, hätte kitzVenture Abstand davon genommen und es wäre nie zum einem Prozess und zu einem Schaden gekommen“, wurden im Zivilprozess nun – auch zur Verwunderung von Richter Klemens Eppacher – völlig neue Vorwürfe vorgehalten.

Neue Vorwürfe bereits verjährt?
Für diverse Zeugen wurde der Prozess vertagt. Außerdem wird der Richter nach Durchsicht der dann eingebrachten Unterlagen entscheiden, ob das neue Vorbringen gegebenenfalls nicht bereits verjährt ist.

Samuel Thurner
Samuel Thurner
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