Semmeringbasistunnel:

Nach acht Jahren: „Megabohrer“ haben nun Halbzeit

Meilenstein beim Bau des Semmeringbasistunnels zwischen Niederösterreich und der Steiermark: Nach acht Jahren Bauzeit ist die Hälfte der 62 Tunnelkilometer gegraben. Die Arbeiten schreiten trotz Coronakrise voran: Die beiden Riesenbohrer „Carl“ und „Ghega“ fressen sich weiter durch den Berg in Richtung Gloggnitz, in vier Jahren soll Tunnelrohbau fertig sein.

Abstandsregeln, Maskenpflicht, getrennte Anreise: Auch bei den Arbeiten am Semmering-Basistunnel ist das Coronavirus allgegenwärtig. Aber der Bau konnte - wenn auch mit Einschränkungen - durchgehend weiterlaufen. Und mittlerweile ist Halbzeit. Nach acht Jahren ist die Hälfte des 27 Kilometer langen Tunnels und der mehr als 30 Kilometer Verbindungstunnel, Zugänge und Schächte gegraben. „Mit diesem Meilenstein ist ein weiteres Kapitel in der Erfolgsgeschichte der neuen Südstrecke geschrieben“, jubelt ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä.

Aktuell fressen sich die Riesenbohrer „Carl“ und „Ghega“ von der Mitte des Tunnels in Richtung Gloggnitz, Bezirk Neunkirchen. Dort sind ebenso bereits drei Kilometer geschafft wie Richtung Mürzzuschlag, wo aber die Bagger-Spreng-Methode zum Einsatz kommt. Gerade der Abschnitt in NÖ ist besonders anspruchsvoll. Ein unerwarteter Wassereintritt auf der Baustelle Göstritz und ein Schlammeintritt in Gloggnitz im vergangenen Jahr stellte die ÖBB vor große Herausforderungen. An beiden Orten haben die Vortriebsarbeiten nun aber wieder begonnen. In vier Jahren soll der Tunnel im Rohbau fertig sein, dann muss er noch für den Zugverkehr ausgerüstet werden.

Thomas Werth
Thomas Werth
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