23.04.2020 10:00 |

Corona-Maßnahmen

Events: Flut von Absagen statt Bad in der Menge

Viele Branchen sehen einen Lichtschein am Ende des Tunnels, im Eventbereich bleibt es allerdings (noch) dunkel. Ein Rundblick der „Tiroler Krone“ zu Opfern von Events in Corona-Zeiten.

Es ist verständlich, aber auch bitter: Großveranstaltungen sind mindestens bis 31. August tabu. Sollten die Lockerungen für die Wirtschaft keinen Dämpfer erfahren, ist der Eventbereich wohl das letzte Glied in der Corona-Kette. Klar, Vergnügen ist nicht essenziell, aber hinter dem Feiern verbergen sich auch Existenzen.

Auflagen bewältigbar?
„Beim Hinauffahren meines Gewerbes stellt sich die Frage, welche Auflagen die Zukunft mit sich bringt und ob diese für mich bewältigbar sind“, sagte etwa erst kürzlich ein nachdenklicher Peter Lindner von der Tiroler Konzertagentur Lindner Music.

Und wer sich heuer auf das Musikfestival Kitzbühel mit dem Open Air-Konzert von Andreas Gabalier gefreut hatte, muss sich auch bis 2021 gedulden.

Kein Gauder Fest, keine Ritterspiele, kein Kaiserfest
Die Liste der Event-Absagen bzw. Verschiebungen ist lang. So findet heuer etwa das berühmte Gauder Fest im Zillertal nicht statt. Auch die Ritterspiele in Reutte oder das Kaiserfest in Kufstein fallen den Corona-Maßnahmen zum Opfer.

Jazzfestival im Oktober?
In exakt einer Woche würde der Vorhang zum beliebten TschirgArt-Jazzfestival in Imst aufgehen. Der bleibt natürlich geschlossen – wie die Türen zum veranstaltenden Art-Club Imst. „Eine schwierige und arbeitsintensive Situation für uns, aber keine Existenzfrage“, weiß Guido Walch, der drei Konzerte bereits in den Oktober verlegen konnte.

Wirtschaftsmeile in Reutte abgesagt
Ersatzlos storniert wurde hingegen die Reuttener Wirtschaftsmeile, die erstmals in Symbiose mit dem Street-Food-Festival und dem Bundesmusikfest ein wahrer Publikumsmagnet werden sollte und nun auf 2022 verlegt wurde.

Ruhe in der Olympiaworld, keine Sommerfestspiele
Auch in der Innsbrucker Olympiaworld wird es wohl so schnell kein Konzert mehr geben. Und die Sommerfestspiele in Erl wurden auch abgesagt.

Eng könnte es für Vereine werden, die ihren Jahresbetrieb mit dem Erlös „ihres“ Festes finanzieren, wie etwa der SV Prutz mit dem jährlichen Musikfestival. Obmann Jäger: „Für uns ist dies der ,worst case’, aber wir werden schon irgendwie überleben.“

 Tiroler Krone
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