20.04.2020 16:55 |

Dank an die Truppe

Ministerin in Splitterschutz beim Jagdkommando

Bei ihrem ersten Besuch beim Jagdkommando, der Eliteeinheit des Bundesheeres, nutzte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner die Gelegenheit, um sich bei allen Soldaten für ihren Einsatz während der Corona-Krise zu bedanken. Die Spezialeinheit stellte sich bei der Ministerin ebenfalls vor - und sprengte sich nur wenige Meter neben ihr durch einen Übungsparcour.

Ein rosa Punkt in einem Meer aus Multicam-Tarnkleidung, das kann eigentlich nur die Ministerin sein: Bei ihrem „Antrittsbesuch“ beim Jagdkommando, der Spezialeinheit des österreichischen Bundesheeres, auf einer Schießanlage in Großmittel „begrüßten“ die Soldaten am Montag ihre neue Verteidigungsministerin mit zwei Leistungsdemonstrationen. Dem Qualifikationsschießen - einer Art Schießparcour, der in 65 Sekunden oder schneller mit Sturmgewehr und Pistole geschossen werden muss -, sowie einer simulierten Geiselnahme, besser: deren Beendigung.

Mit dosierten Sprengladungen verschafften sich drei Teams vor den Augen der Ministerin Zutritt zu einer Hausattrappe und eröffneten das Feuer auf Papier-Silhouetten (siehe Video). „Ich habe schon viel über die Fähigkeiten unserer Jagdkommandosoldaten gehört. Heute habe ich mir persönlich ein Bild machen können. Und ich bin sehr beeindruckt und froh, dass wir in Krisensituationen auf sie zurückgreifen können“, so die Ministerin, nachdem das Klingeln in ihren Ohren nachgelassen hatte. 

Rückholung von Auslands-Österreichern
Zuletzt hatten Jagdkommando-Soldaten während der Corona-Krise bei der Rückholung von im Ausland gestrandeten Österreicher geholfen. Insgesamt zehn dieser Sonderflüge wurden begleitet. Immer wieder sorgen die Spezialisten bei Evakuierungen von österreichischen Staatsbürgern aus Krisengebieten für deren Sicherheit. 

Bundesheer fliegt Corona-Fälle aus
Außerdem hatte das Heer erst am Freitag einen weiteren Coronavirus-Fall aus dem Ausland nach Österreich gebracht. Ein deutscher Infizierter wurde zudem in seine Heimat geflogen. Bei den Österreichern handelte es sich um zwei Soldaten der Mission EUFOR-ALTHEA (European Force Operation Althea).

Grenzüberschreitende Hilfe
Die zwei Österreicher und drei deutsche Staatsbürger - ein Infizierter mit Frau und Kind - wurden mit einem C-130 Hercules Transportflugzeug der Luftstreitkräfte des Bundesheeres von Sarajevo, Bosnien und Herzegowina, nach Österreich und Deutschland evakuiert. Bei den Patienten handelte es sich um einen österreichischen Soldaten mit einer Kopfverletzung, einen mit Covid-19 infizierten Soldaten aus Österreich und einen mit Covid-19 infizierten deutschen Staatsbürger, berichtete das Bundesheer am Samstag. Um den Soldaten mit der Kopfverletzung hinsichtlich einer Corona-Infektion nicht zu gefährden, wurden die infizierten Personen in einem zweiten Flug in die Heimat geholt.

Für die medizinische Evakuierung war es notwendig, dass die C-130 mit einem MEDEVAC-Modul (Medical Evacuation Modul) ausgestattet wurde. Dabei handelt es sich um einen medizinischen Container, der in den Rumpf der Transportmaschine hineingeschoben und eingebaut wird - eine fliegende Intensivstation.

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