17.04.2020 09:00 |

Eishockey

„Machtkampf in Linz absolut nicht verständlich“

Für Eisbullen-Trainer Andi Brucker, einst Gründungsmitglied der Black Wings, darf im wild eskalierten Streit in Linz das Eishockey nicht der große Verlierer sein.

Während die Zweifel, ob die Eishockeyliga überhaupt dieses Jahr noch in die neue Spielzeit starten kann, anwachsen, überschlagen sich die Ereignisse im Linzer Eishockey. „Das tut mir total leid, wie da herumgetrampelt wird“, geht es Andi Brucker, McIlvane-Co bei den Salzburger Eisbullen, zu Herzen. Ihm, der 1992 eines der Gründungsmitglied der Black Wings war. Denen mit ihrem Präsidenten Freunschlag zu Ostern ein dickes Ei gelegt wurde: Drei zuvor zurückgetretene Vorstandsmitglieder und der nach Dauer-Differenzen entlassene Manager Perthaler hoben mit dem Eishockey-Verein Linz einen neuen Klub aus der Taufe. Dazu beendete die Linz AG nicht nur - wie einige andere Geldgeber - ihr Sponsor-Engagement, sondern verlängert auch den auslaufenden Pachtvertrag mit den Black Wings nicht. Der neu gegründete Klub ist indes in der Eishalle willkommen. Und stellte Frist-gerecht den Antrag um Eishockeyliga-Aufnahme. „Das gilt es nun abzuarbeiten“, erklärte dazu Liga-Boss Feichtinger, bot sich als Vermittler an. „Das Problem muss aber in Linz gelöst werden.“ Für beide Vereine ist in der Liga bestimmt kein Platz.

Für den Linzer Brucker, der gerade einen langjährigen Freund durch das Coronavirus verloren hat, tragen an dem eskalierten Zwist alle Streithähne eine Schuld: „Die Situation ist absolut nicht verständlich.“ Die Black Wings will er nicht untergehen sehen, macht sich auch um den Nachwuchs große Sorgen. Gestern signalisierten beide Parteien wenigstens erstmals Gesprächsbereitschaft.

Noch zur Liga-Zukunft: Mit Puls 4 dürfte ein neuer TV-Partner und mit einem Wettanbieter ein neuer Namenssponsor gefunden sein.

Christian Baumberger
Christian Baumberger
Robert Groiss
Robert Groiss
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