04.04.2020 09:41 |

Europol warnt

Cybercrime in Krise: „Möglichkeiten vervielfacht“

Europol warnt angesichts der Corona-Krise vor einer Zunahme der Cyberkriminalität im Internet. „Angesichts einer Rekordzahl potenzieller Opfer in der Europäischen Union, die wegen der Pandemie zu Hause bleiben und dort Online-Dienste nutzen, haben sich Möglichkeiten für Cyberkriminelle vervielfacht, Schwachstellen und neue Gelegenheiten auszunutzen“, mahnte die europäische Polizeibehörde am Freitag.

Eine große Gefahr bestehe in dieser Situation auch darin, dass der Kindesmissbrauch mit Hilfe des Internets zunimmt, sagte Europol-Direktorin Catherine de Bolle in Den Haag zur Vorlage eines neuen Lageberichts ihrer Behörde. „Europol stellt in dieser schwierigen Situation Ressourcen bereit, um Mitgliedstaaten bei der Bekämpfung von Verbrechen zu unterstützen, für die das Internet benutzt wird.“

Mehr Phishing und Ransomware
Die Polizeibehörde warnt darin unter anderem vor dem sogenannten Phishing. Dabei versuchen Täter etwa mit Hilfe gefälschter Websites, E-Mails oder SMS, an persönliche Daten von Internetnutzern zu kommen, um deren Konten zu plündern. Zudem gebe es Anzeichen für eine Zunahme von Ransomware-Attacken, wobei ganze Computersysteme gestört oder lahmgelegt werden, um Lösegeld zu erpressen.

Gefährliche Desinformationen
Kriminelle Organisationen sowie einige Staaten und staatlich unterstützte Akteure versuchten darüber hinaus, die Coronakrise für ihre „geopolitischen Interessen zu missbrauchen, oft indem sie die Glaubwürdigkeit der EU und deren Partner bestreiten“. Welche Staaten damit konkret gemeint sind, erwähnt der Bericht nicht.

Die US-Regierung hatte bereits Ende Februar Moskau vorgeworfen, eine groß angelegte, anti-westliche Desinformationskampagne rund um das neuartige Coronavirus gestartet zu haben. Tausende von Russland gesteuerte Nutzerkonten auf Online-Plattformen verbreiteten Falschinformationen und Verschwörungstheorien rund um das Virus und behinderten damit den Kampf gegen die Epidemie, kritisierten Regierungsvertreter.

FMA warnt vor Betrug in Zeiten der Corona-Krise
Bereits am Donnerstag hatte die österreichische Finanzmarktaufsicht vor einer starken Zunahme krimineller Aktivitäten auf den Finanzmärkten gewarnt. Bereits bekannte Betrugsmaschen wie CEO-Fraud, Phishing, Penny-Stock-Pushing und Kreditvorschüsse würden derzeit „in neuer Verpackung“ auftreten, hieß es.

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