28.03.2020 07:00 |

Tiroler Betroffener:

Tests bei Verdachtsfällen: „Infos kommen zu spät!“

Ein Betroffener schildert der „Tiroler Krone“ seinen kuriosen Fall. Die Kommunikation seitens der Behörden ist in seinen Augen „skandalös“. 

Dass bei der Testung von Verdachtsfällen nicht alles reibungslos funktioniert, ist mittlerweile bekannt. Teilweise warten Personen mehrere Tage auf ein Ergebnis. Manche werden gar nicht erst getestet, obwohl sie mit einer infizierten Person Kontakt hatten. Aus diesem Grund meldete sich auch ein Innsbrucker, der anonym bleiben möchte , bei der „Tiroler Krone“. Dessen Nachbarin – eine Ärztin – informierte ihn am Sonntag, den 22. März, darüber, dass sie positiv auf das Virus getestet worden sei.

„Test erst bei Anzeichen“
Da das Duo zwei Tage zuvor persönlichen Kontakt (unter Einhaltung des vorgeschriebenen Abstandes) hatte, rief er bei der Hotline 1450 an. Dort bekam er die Information, dass er sich selbst für 14 Tage in Quarantäne begeben und seinen Gesundheitszustand beobachten müsse. „Ich habe dann gefragt, ob ich getestet werde, und bekam die Auskunft, dass man das erst tun würde, wenn ich Anzeichen einer Erkrankung wahrnehme.“ Außerdem wurde dem Mann mitgeteilt, dass sich das Gesundheitsamt melden würde. Dieses Versprechen ging aber nicht in Erfüllung. Erst Dienstag dieser Woche erhielt der Tiroler einen Anruf. Jedoch nur deshalb, weil die Nachbarin der Sache nachging. „Es dauert viel zu lange, bis man hier die richtigen Informationen bekommt“, beschwert er sich.

Information der Stadt erst nach drei Tagen
Ebenfalls verwundert zeigt sich der Innsbrucker darüber, dass er von der Stadt erst am Mittwoch, den 25. März, den schriftlichen Bescheid erhalten hat, welche Maßnahmen er zu beachten hat. „Wir wurden bisher auch noch gar nicht kontrolliert, ob wir uns an die Quarantäne halten“, zeigt er sich im Telefongespräch mit der „Tiroler Krone“ am Donnerstag verwundert. Natürlich halte er sich aber brav daran. „Andere tun das vielleicht nicht. Dass das nicht wesentlich strenger kontrolliert wird, halte ich aber wirklich für sehr bedenklich.“

Manuel Schwaiger
Manuel Schwaiger
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