Die Ausgangssituation bei der Photovoltaik in Tirol war bislang mehr als trist: Österreich war im Europavergleich Schlusslicht, und Tirol in Österreich. "Im Vorjahr wurden in Deutschland 3.800 Megawatt, in Italien 700 MW, in Tschechien 411 MW und in Österreich ganze 20 Megawatt neu installiert", verdeutlicht Hans Kronberger von "Photovoltaik Austria" in Zahlen.
Absolutes Schlusslicht trotz Spitzentarif
"Tirol erzeugt im Vergleich zum gesamten in Österreich produzierten Strom aus Photovoltaik gerade einmal zwei Prozent im Vergleich zu durchschnittlich zwölf Prozent pro Bundesland", berichtet Bernhard Ernst, Energiesprecher der liste fritz. "Tirol ist absolutes Schlusslicht und Jahre zurück, obwohl Tirol das sonnenreichste Bundesland Österreichs ist."
Tirol hat jedoch den höchsten Einspeisetarif für überschüssigen Strom in Österreich, allerdings nur für Kunden der Tiwag und nur auf zwei Jahre garantiert, was Landtagsabgeordneter Ernst ebenfalls kritisiert. Das sei aber für die Finanzierung der rund 15- bis 20.000 Euro teuren Anlagen nicht das entscheidende Kriterium, hält Elmar Schneitter fest, in der Tiwag zuständig für Erneuerbare Energien. Die Amortisationszeit von 13 bis 15 Jahren sinke dadurch um drei Jahre.
Aufholjagd beginnt
Schneitter ortet eine Trendwende bei der Photovoltaik in Tirol: "Mit Ende des Jahres ist mit 800 neuen Anlagen zusätzlich zu rechnen, das sind 3,6 MW mehr." Sicher ein schönes Ergebnis für ein Bundesland, gibt ihm Kronberger Recht. Der Fördertopf mit 2,6 Millionen Euro für Tirol sei aber schon total ausgeschöpft.
von Philipp Neuner, Tiroler Krone
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