13.03.2020 13:57 |

Coronavirus-Krise

Noch mehrere Zehntausend Österreicher im Ausland

Nach der weltweiten Erhöhung des Sicherheitsrisikos im Zuge der Ausbreitung des Coronavirus sind Österreicher seit Donnerstagabend dazu angehalten, nicht notwendige Reisen nicht anzutreten bzw. sich wieder auf den Weg zurück nach Österreich zu machen. Noch immer sind zurzeit mehrere Zehntausend Österreicher im Ausland unterwegs. Mehr als 30.000 hatten im Vorfeld ihre Auslandsreise beim Außenministerium registriert, teilte Ministeriumssprecher Peter Guschelbauer Freitagmittag mit.

Guschelbauer vermutete, dass sich derzeit im Gesamten mindestens doppelt so viele Österreicher im Ausland aufhalten. Meldungen über „gestrandete“ Touristen liegen dem Außenministerium noch nicht vor. Allerdings wird befürchtet, dass es in naher Zukunft aufgrund von eingestellten Flugverbindungen und Einreiseverboten, die Länder wie Saudi-Arabien und Argentinien bereits für Europa verhängt haben, dazu kommen könnte. „Die Gefahr, dass man nicht mehr zurückkommt, ist hoch“, erklärte Guschelbauer.

Getroffene Maßnahme keine Premiere
Neben Ländern mit einer Reisewarnung - also mit Risikostufe 6 - und jenen mit einer partiellen Reisewarnung (Stufe 5) werden nun auch alle anderen Länder der Welt mit einem „hohen Sicherheitsrisiko“ - das entspricht der Stufe 4 - eingestuft. Die nunmehr getroffene Maßnahme ist keine Premiere. Schon nach einer Welle islamistischer Terroranschläge vor fünf Jahren war vorübergehend für die ganze Welt ein entsprechender Sicherheitshinweis verkündet worden, erinnerte Guschelbauer.

Auslandsösterreicher „sollen bleiben, wo sie sind“
Explizit ausgenommen vom Aufruf zur Rückkehr nach Österreich seien Auslandsösterreicher, die ihren Lebensmittelpunkt im Ausland haben. „Die sollen bleiben, wo sie sind“, sagte Guschelbauer.

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