15.02.2020 05:02 |

Schlaganfall

Wenn unser Gehirn in höchster Gefahr ist!

Neun von zehn Schlaganfällen kann man auf Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Fast food, Bewegungsarmut und Stress zurückführen.

Etwa 25.000 Schlaganfälle passieren jährlich in Österreich. Meist sind Frauen ab 74 und Männer ab 69 betroffen.In den vergangenen Jahrenwirddieses Ereignisaber auchbei unter 50-Jährigen beobachtet. Selbst Jugendliche sowie Kinder sind nicht davor gefeit. Grund dürfte einerseits genetische Veranlagung, andererseits ungesunder Lebensstil sein.

Es gibt drei Arten von Schlaganfällen

  • 85 Prozent der Patienten erleiden einen ischämischen Schlaganfall, welcher die Folge einer Gefäßverstopfung im Gehirn ist. Die Nervenzellen erhalten zu wenig Sauerstoff und sterben ab.
  • Beim hämorrhagischen Schlaganfall, auch Hirnblutung genannt, bildet sich durch das Platzen eines Gefäßes im Gehirn ein Bluterguss. Es kommt zu Störungen im betroffenen Gebiet und zum Absterben von Gehirnzellen.
  • Die sogenannte Transitorische ischämische Attacke (TIA) gilt als Vorbote des Schlaganfalls und entsteht durch eine mangelhafte Versorgung bestimmter Hirnareale mit Sauerstoff. Eine medizinische Abklärung ist dringend angeraten, um das Risiko eines nachfolgenden Schlaganfalls zu mindern.

Die Zeit ist für die Therapie entscheidend
„Rasche Alarmierung des Notrufs 144 und die Behandlung an einer Stroke Unit -spezielle Einrichtung für akute Schlaganfallpatienten - innerhalb der ersten vier bis fünf Stunden ist entscheidend, um Folgeschäden wie Sprachstörungen oder Lähmungen zu verhindern und möglichst viele Nervenzellen zu erhalten. Auch moderne Schlaganfalltherapie, wie die Thromboektomie (Wiedereröffnung eines Verschlusses der großen hirnversorgenden Arterien), kann eingesetzt werden. Ebenso wichtig ist die Durchführung geeigneter Rehabilitationsmaßnahmen, um verlorene Funktionen wieder zu erlernen und den Heilungsprozess optimal zu unterstützen“, betont Prim. Assoc. Prof. PD Dr. Stefan Oberndorfer, Leiter der Klinischen Abteilung für Neurologie am Universitätsklinikum St. Pölten (NÖ).

Die häufigsten Symptome

  • Einseitiges Taubheits- oder Lähmungsgefühl im Arm-, Bein-und Gesichtsbereich, einseitig herabhängender Mundwinkel, gestörtes Berührungsempfinden.
  • Sprachstörungen: undeutliche und stockende Sprache, oft wird das Gesprochene nicht mehr verstanden und sprachlichen Anweisungen kann nicht Folge geleistet werden.
  • Verschwommenes Sehen, Doppelbilder, eingeschränktes Gesichtsfeld bis hin zur vorübergehenden Erblindung.
  • Starke, kaum zu ertragende Kopfschmerzen als Begleiterscheinung von Blutungen im Gehirn.

Durch Vorbeugung von Risikofaktoren, wie zum Beispiel Bluthochdruck, Rauchen, hoher Alkoholkonsum, Übergewicht, Diabetes, mangelnder Bewegung und Stress, könnte jeder zweite Schlaganfall verhindert werden.

Karin Rohrer-Schausberger, Kronen Zeitung

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