06.02.2020 07:00 |

Ein Meter Neuschnee

Nach Tief „Petra“ folgte in Tirol nun der Winter

Tief „Petra“ hat sich kalt und stürmisch verabschiedet: Am Mittwoch sind noch Windböen mit bis zu 140 Stundenkilometern über Tirols Berge gefegt, die Kaltfront hat auch die Täler in winterliche Schneelandschaften verwandelt. Sonnenschein und Kälte sorgen am Donnerstag für Postkartenwetter, ehe es am Wochenende wärmer wird.

Über 1,20 m Neuschnee auf der Innsbrucker Seegrube und selbst im Stadtgebiet etwa 40 cm – nach dem Sturmtief „Petra“ ist der Winter bis in die tieferen Lagen wieder eingezogen. Gerade dort bleibt es auch in den nächsten Tagen kalt: „Wir bekommen eine Inversionswetterlage, im Tal bleibt es kälter, während die Temperaturen weiter oben höher sind“, erklärt Susanne Drechsel von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Tirol.

Sonne strahlt bis in den Sonntag Nachmittag
Die Temperaturen reichen heute und morgen von -9/+5 Grad Celsius in Reutte bis zu -7/+6 Grad Celsius in Lienz. Bei kalten Nächten und Morgenfrost bleibt es winterlich. Sportler können sich außerdem in ganz Tirol bis zum Ende der Woche über strahlenden Sonnenschein freuen, bevor am Sonntag Nachmittag Wolkenfelder von Westen her über das Land ziehen.

Lawinengefahr auf zweithöchster Stufe
Die Bedingungen für Skitouren und Freeriden seien jedoch kritisch, betont der Lawinenwarndienst: Mit dem Ende der Schneefälle und der Sturmböen nehme die Gefahr spontaner Abgänge allmählich ab, doch Wintersportler könnten auf nassen Altschneedecken leicht gefährlich große Lawinen auslösen. Auch Neuschneeschichten könnten unterschiedlich hart und damit instabil sein.

In den Zillertaler, Lechtaler und Ötztaler Alpen sowie im Karwendel und im Nationalpark Hohe Tauern schätzen die Experten die Gefahr seit gestern als „hoch“ ein – die vierte Stufe auf der fünfteiligen Skala.

Auf den Straßen hatten derweil die Einsatzkräfte mit den Folgen der letzten Sturmböen zu kämpfen. Die letzten Windspitzen sind noch mit über 100 Stundenkilometern über die Berge gefegt, knapp 140 km/h hat die Messstation auf dem Pitztaler Gletscher gestern Morgen aufgezeichnet. Unter den Böen stürzten Bäume um, auch Häuser wurden beschädigt.

Temperaturen steigen am Wochenende
Im Laufe des Samstages und Sonntages wird es wieder wärmer: Bei leichtem Föhn steigen die Temperaturen auf bis zu 9 Grad Celsius. Trotz Wolken bleibt es am Sonntag trocken.

Charlotte Rüggeberg, Kronen Zeitung

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