05.02.2020 08:41 |

Millionen-Deal

Pentagon geht künftig mit Netzen auf Drohnen-Jagd

Wie soll man der zunehmenden Bedrohung durch Drohnen im Luftraum effizient begegnen? Das US-Pentagon hat sich jetzt für klassische Netze als bestes Mittel entschieden und einen Millionen Dollar schweren Vertrag mit dem in Utah beheimateten Drohnenabwehr-Spezialisten Fortem Technologies geschlossen.

Das Fortem-System zur Abwehr feindlicher Drohnen besteht im Wesentlichen aus zwei Komponenten: dem SkyDome, zur Überwachung des Luftraums, und dem DroneHunter, der die feindlichen Drohnen letztlich ab- bzw. einfängt.

„Ist es ein Vogel? Ist es eine Drohne?“
Wie Adam Roberston, technischer Direktor und Mitgründer von Fortem, gegenüber der Website defenseone.com schildert, kombiniert das SkyDome genannte Überwachungssystem Radar, Bilderkennung, künstliche Intelligenz sowie diverse Sensoren, um das Objekt - sprich: die Drohne - und seine Absicht zu klassifizieren: „Ist es ein Vogel? Ist es eine Drohne? Und, wenn ja, ist es eine freundliche oder eine feindliche Drohne?“, erläutert Roberston. „Ähnlich dem menschlichen Gehirn, nutzt das System die von jedem seiner Sensoren gewonnenen Erkenntnisse, ruft an und sagt: ‚Das ist eine Bedrohung‘.“

In diesem Fall kommt der DroneHunter ins Spiel. Die mit zwei Netzen ausgestattete Drohne wird wahlweise automatisch bei der Entdeckung einer feindlichen Drohne oder auf Befehl eines Menschen gestartet und verwendet dann sein Bordradar, um die Drohne zu verfolgen. In der Luft sei die Fähigkeit des DroneHunters, das Ziel zu erfassen, kaum zu beeinträchtigen, schildert Roberston. „Er kann diese Drohnen aus Hunderten von Metern Entfernung sehen.“

Ins Netz gegangen
Erst einmal ins Netz gegangen, bringt der DroneHunter seine „Beute“ sicher und unversehrt zu Boden. Im Gegensatz zu anderen Systemen, bei denen die Drohnen etwa per Laser abgeschossen würden, bestehe keine Gefahr, dass Menschen durch die herabstürzenden Fluggeräte verletzt würden. Mobilfunknetze würden zudem nicht gestört und Forensiker könnten einfacher analysieren, „wer die Drohne von wo aus gestartet hat“, so Robertson.

Wie viel sich das US-Verteidigungsministerium die Technologie kosten lässt, wollte der Fortem-Mitgründer nicht verraten. Der Vertrag sei „mehrere Millionen Dollar wert“, hieß es lediglich.

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