26.01.2020 11:59 |

Pinzgauer Drogenring

Der Mammut-Prozess wird zwei Monate dauern

Es wird ein Mammut-Prozess im Landesgericht. Das Gerichtsverfahren gegen einen Pinzgauer Drogenring: 144 Anklageseiten, 15 Angeklagte und acht Geschworene, die entscheiden. Der Vorsitzende hat den Prozess-Fahrplan fixiert: Drei Verhandlungstage pro Woche, und fast zwei Monate lang. Eröffnet wird am 24. März.

Es ist eine nun rechtswirksame Anklage mit Hollywood-Charakter - die „Krone“ berichtete: Elf Männern und vier Frauen zwischen 27 und 65 Jahren wird auf 144 Seiten der Besitz, Ein- und Ausfuhr und Handel von Suchtgift (Kokain, Cannabis, Speed, Ecstasy) vorgeworfen - es geht um eine derartig große Menge an illegalem Rauschgift, das die zur rechtlichen Einteilung definierte Grenzmenge um das 341-fache (!) überschritten wird. Dem Banden-Anführer - einem vorbestraften kroatischen und serbischen Doppelstaatsbürger (50) - drohen bei Verurteilung bis zu 20 Jahre oder eine lebenslange Gefängnisstrafe. Allen anderen drohen: 1 bis 15 Jahre Haft.

Doch bis zur Verurteilung wird es eine ganze Weile dauern: Der Vorsitzende Christian Hochhauser rechnet vorsichtig mit insgesamt 19 Verhandlungstagen. Beginnen wird das Mammut-Verfahren am 24. März. Allein in dieser Kalenderwoche sind vier Verhandlungstage geplant. Danach dürfte bis zum 5. Mai an drei Tagen pro Woche prozessiert werden - die Karwoche ausgenommen. Sollten durch Beweisanträge seitens der Verteidiger oder durch Zeugen weitere Tage notwendig werden, könnte das Verfahren bis Ende Mai dauern.

Die Anklage beschreibt einen großen Verteilerring im Pinzgau – errichtet vom Banden-Anführer. Die Drogen kamen meist aus den Benelux-Staaten, teils auch aus der Dominikanischen Republik. Codewörter wurden genauso genutzt wie umgebaute Fahrzeuge. Zeitraum: April 2018 bis März 2019.

Antonio Lovric
Antonio Lovric
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