03.07.2010 21:51 |

Viele Schafe gerissen

Meister Petz auf der Suche nach Futter in Kärntner Bergen

Die Sommerfrische auf der Alm kann für Schafe auch heuer lebensgefährlich werden! Zumindest in den Karnischen Alpen und den Karawanken, wo Braunbär "Herwig" und seine Artgenossen auf der Suche nach Futter durch die Wälder streifen. Mehr als 30 gerissene Schafe wurden bereits gefunden.

Kein Wunder, dass heimische Bauern neuen Ansiedelungsplänen skeptisch gegenüber stehen. Der Großteil der getöteten Schafe geht auf Kosten der Bären, sind sich Jäger und Bauern in den betroffenen Gebieten einig. Sie haben zuletzt Kadaver im Bereich Kirchbacher Wipfel und Hochwipfel im Oberen Gailtal gefunden. "Meister Petz" ist inzwischen aber schon weiter gezogen, und zwar ins Plöckengebiet bei Kötschach-Mauthen, wo er ebenfalls schon einige Tiere geschlagen hat.

Bauern auf Kontrolltour
Regelmäßig machen deshalb die Schafbauern Kontrollbesuche, um nach ihren Herden zu sehen. So auch Bürgermeister Dieter Mörtl, der auf der Feistritzer Alm seine Tiere weiden lässt: "Meinen Schafen geht es prächtig! Obwohl laufend Bären bei uns durchziehen."

Die Kärntner Jägerschaft hat zwar für Schäden durch Bären-Attacken eine Versicherung abgeschlossen. Dennoch stößt der Plan, zottelige Gesellen aus Slowenien in Kärnten anzusiedeln, bei Landwirten und Grundbesitzern auf wenig Gegenliebe. Der WWF will damit, wie berichtet, 75 Bären retten, die heuer in Slowenien zum Abschuss freigegeben wurden.

von Hannes Wallner, "Kärntner Krone"

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