18.01.2020 08:00 |

380-kV-Gegner

Hunderte zeigten ihre Solidarität

Tag 5 des 380-kV-Protests in Bad Vigaun war ein besonderer. Hunderte Bürger aus dem gesamten Land kamen zur Waldparty auf den Rengerberg um ihre Unterstützung zu zeigen. Es war damit der vorläufige Höhepunkt der Aktion. Doch die Menschen sind sich sicher: Der Widerstand wächst – auch in anderen Orten.

„Diese Unterstützung ist einfach unglaublich!“, freut sich der 380-kV-Freileitungsgegner Alexander Satori, der mit vielen anderen Bürgern aus Bad Vigaun und der Umgebung die Waldrodungen des Projektbetreibers Austrian Power Grid (APG) die gesamte Woche verhinderte. Am Freitag wurde zu einer Waldparty geladen um Solidarität zu zeigen – und viele kamen zum Waldstück am Rengerberg. Über den Tag verteilt dürften es 400 bis 500 Menschen aller Altersgruppen gewesen sein. Kinder tobten über die freien Wiesen, Pensionisten diskutierten in der angenehm warmen Wintersonne. „Ich bin gekommen um meine Unterstützung zu zeigen. Was hier gemacht werden soll, geht gar nicht“, sagt die Bergheimerin Hildegard Reif.

Zustimmung bekommen die Tennengauer auch aus dem Pongau. Der Werfener Martin Hafner ärgert sich besonders über die Tatsache, „dass der Abbau von Niederspannungsleitungen als Faustpfand für die 380er-Leitung genommen wird.“ Er mahnt aber auch zur Vorsicht. Man dürfe in der ganzen Diskussion ja nicht den Fokus verlieren. Denn eine verträglichere Lösung muss weiter das Ziel sein. „Die Politik muss da Druck auf die Konzerne ausüben.“

Adnet stellt sich auf Widerstand ein
Aus Adnet reiste unter anderen Anton Fuschlberger nach Vigaun. Auch dort rechnet man mit Protesten, wenn die Rodungen beginnen. Der Adneter bekommt im geplanten Leitungsverlauf einen 87-Meter-Masten vor die Nase gesetzt.

Felix Roittner

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