19.01.2020 05:03 |

Infekten vorbeugen

Gezieltes Training für die Körperabwehr

Dafür brauchen Sie kein Fitnesscenter, keine Geräte oder Superfood, sondern nur eine Portion Hausverstand gepaart mit gesundem Lebensstil. Das belegen auch internationale Studien.

In Eiswasser eintauchen, heiße Zitrone mit Honig schlürfen, Nasenspülungen - jeder hat so sein „Anti-Erkältungs-Rezept“. Kein Wunder, denn überall, wo Menschen sind, befinden sich auch Viren, die Husten, Schnupfen und Co. auslösen. Die „Viecherln“ sind trick- und zahlreich. Mehr als 100 Arten konnten bereits identifiziert werden, die außerdem ständig Veränderungen unterlaufen. Daher kann man sich mehrmals hintereinander eine Verkühlung zuziehen und keine Immunität entwickeln. Zwei bis vier Infekte pro Jahr gelten bei Erwachsenen als normal, bei Kindern sogar 10. Die einzige Methode, sich zu schützen, besteht darin, den Keimen den Angriff so schwer wie möglich zu machen.

Welche Maßnahmen dabei sinnvoll sind, wird ständig auch wissenschaftlich untersucht.

Abhärten
Warmduscher waren schon der Meinung des legendären Pfarrer Kneipp nach anfälliger für Erkältungen. Das haben sich etwa Wissenschafter der deutschen Universität Jena näher angesehen, und zwar bei Patienten mit chronischer Bronchitis. Zehn Wochen lang wurde deren Oberkörper dreimal wöchentlich kalten Güssen, zweimal pro Woche Waschungen unterzogen. Im Blut der Probanden stieg die Zahl der Lymphozyten (gehören zu den weißen Blutkörperchen des lymphatischen Systems) um 13%. Gleichzeitig sank die Zahl der Infekte, unter denen die Patienten infolge der eingeschränkten Lungenfunktion gewöhnlich litten. Man erklärt sich das mit der Anpassung des Organismus an die wiederholten Reize der Kaltwasserbehandlung, ein Training der Vorgänge im Immunsystem sozusagen.

Superfood
Man muss dafür keine exotischen „Wundermischungen“ ins Müsli mixen - an Vitalstoffen reiche Lebensmittel haben wir selber zur Genüge! Obst, Gemüse, Vollkorn, möglichst frisch und unverarbeitet, bio und aus heimischem Anbau. Die Vitamine A, B6, B12, C, D und E, die Spurenelemente Selen, Zink, Eisen und Kupfer, sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe gelten als Immunbooster.

Schlafen, Stressmanagement
Britische Studien zeigten, dass fehlende Nachtruhe die Abwehrzellen drastisch dezimiert. Als ideal wird eine Schlafenszeit von 7-8 Stunden angesehen. Desgleichen gilt für körperlichen, noch mehr für psychischen Stress. Die damit verbundenen Hormonausschüttungen unterdrücken Immunabläufe und Regenerationsvorgänge.

Lachen
Amerikanische Immunologen wiesen nach, dass Personen, die regelmäßig lachen, vermehrt Killerzellen im Blut haben, welche Keime erkennen und vernichten. Humorvolle Menschen können mit Problemen besser umgehen und schütten häufiger Botenstoffe aus, die als „Glückshormone“ bekannt sind. Das funktioniert im Gehirn sogar, wenn man ohne Anlass vor dem Spiegel die Mundwinkel zu einem Lächeln formt.

Karin Podolak, Kronen Zeitung

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