10.01.2020 14:51 |

Nach Absturz im Iran

AUA streicht bis 20. Jänner Flüge nach Teheran

Nach Berichten über den vermutlich versehentlichen Abschuss einer ukrainischen Passagiermaschine werden die Austrian Airlines die iranische Hauptstadt Teheran bis einschließlich 20. Jänner nicht mehr anfliegen. Dies teilte eine AUA-Sprecherin am Freitag mit. Man evaluiere gemeinsam mit der Konzernmutter Lufthansa sowie nationalen und internationalen Behörden die Lage an Ort und Stelle, hieß es.

Die Entscheidung sei „aufgrund der aktuellen Meldungen und der veränderten Einschätzung der Sicherheitslage für den Luftraum rund um den Flughafen in Teheran“ erfolgt, hieß es in einer Mitteilung. Betroffen sind die Kurse OS871 und OS872 zwischen Wien und Teheran. Die Entscheidung über eine Wiederaufnahme werde voraussichtlich „ein, zwei Tage“ vor dem 20. Jänner getroffen, präzisierte die Sprecherin.

Am Donnerstagabend hatte die Lufthansa-Tochter eine Maschine nach Teheran während des Fluges in Sofia umkehren lassen, nachdem bekannt geworden war, dass die ukrainische Boeing 737-800 möglicherweise versehentlich abgeschossen wurde. Daraufhin waren die Flüge zwischen Wien und Teheran für Freitag abgesagt worden.

Iran geht von technischer Panne aus
Die ukrainische Maschine war am Mittwoch kurz nach dem Start abgestürzt, zunächst war von technischen Problemen ausgegangen worden. An dieser These halten die iranischen Behörden weiterhin fest. Teheran verweist seinerseits auf den US-Flugzeughersteller Boeing, auf dessen Konto zwei Abstürze von 737-Maschinen im Oktober 2018 und März 2019 gehen. Bei diesen handelte es sich allerdings um Maschinen des Typs 737 Max, nicht um 737-800.

Wie die AUA-Sprecherin auf Anfrage sagte, setzt die österreichische Fluglinie keine Maschinen von dem in Teheran abgestürzten Typ 737-800 ein. Auf der Kurzstrecke seien lediglich Airbus-Flugzeuge im Einsatz.

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