03.01.2020 11:52 |

Vermutlich erfroren

Flüchtling zog aus Asylheim aus - starb auf Straße

In Wien ist ein irakischer Asylwerber am 18. Dezember tot aufgefunden worden, wie erst jetzt bekannt wurde. Der zeitweise auf der Straße lebende Mann dürfte an Unterkühlung gestorben sein. Der 38-Jährige hat auf die Entscheidung seines Asylantrags in zweiter Instanz gewartet.

Der Betroffene soll laut „Heute“ die Flüchtlingsunterkunft, in der er lebte, immer wieder auf eigenen Wunsch verlassen haben, da es dort so gut wie keine Privatsphäre gegeben habe. Er wohnte bei Freunden oder auf der Straße. Am 18. Dezember wurde der Mann am Brunnenmarkt in Ottakring gefunden, eine versuchte Reanimation blieb erfolglos.

SPÖ-Gemeinderat fordert Behörden zu Taten auf
Der Wiener SPÖ-Gemeinderat Omar Al-Rawi, der den Fall laut eigenen Angaben publik gemacht hat, fordert nun die Behörden auf, aktiv zu werden. Die nächste Bundesregierung müsse endlich die offenen Fälle irakischer Asylwerber zu einem positiven Abschluss bringen und ihnen humanitäres Bleiberecht gewähren. Viele würden schon das sechste Jahr auf eine Entscheidung warten und seien ohne jegliche Perspektive. Sie würden in der Grundversorgung ihr Dasein fristen.

Zugleich bat Al-Rawi, angesichts der Eskalation der Sicherheitslage in der Region von Abschiebungen dorthin gänzlich Abstand zu nehmen. „Niemand weiß, wie die Lage im Irak sich entwickeln wird.“ Ausschreitungen oder gar ein Krieg seien möglich.

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