03.01.2020 12:00 |

Quer durch die Klassen

Neuheiten 2020: Zehn Auto-Highlights im neuen Jahr

Dutzende Auto-Neuheiten kommen 2020 erstmals auf unsere Straßen. Wir haben die zehn wichtigsten, volumenstärksten und interessantesten versammelt. Vom Golf bis zur Mercedes S-Klasse.

Zukunft und Vergangenheit geben sich 2020 beim Volkswagen-Händler ein Stelldichein: Mit dem neuen VW Golf kommt die achte Generation des Konzernbestsellers auf den Markt, optisch aufgebügelt, stärker vernetzt als je zuvor und mit sparsamen elektrifizierten Antrieben versehen. Direkt daneben wirbt der rein elektrisch angetriebene VW ID.3 (ab April) um den Autofahrer von morgen. Helfen soll dabei neben dem sauberen Antrieb (110 kW/150 PS bis 150 kW/204 PS) und Reichweiten von 330 bis 550 Kilometer ein Platzangebot, das fast auf Passat-Niveau liegt. Das Cockpit ist noch etwas futuristischer als beim konventionell angetriebenen Golf, fällt aber weniger edel aus. Für welchen Kandidaten sich die Kundschaft entscheidet, wird auch von den Preisen abhängen. Der ID.3 startet bei 30.000 Euro (ohne Förderung), der Basis-Golf kostet 8.000 Euro weniger, und steht wie der ID.3 erst im Laufe des Jahres zur Verfügung.

Mit dem Skoda Octavia (Ende März) bekommt der Golf wieder einen tschechischen Cousin. Wie gewohnt bohrt die Konzerntochter das Kompakt-Konzept auf und baut ein Auto, das bei den Dimensionen an der Mittelklasse kratzt. Für den als Kombi und Limousine verfügbaren Tschechen gibt es neue Antriebe, Rundum-Vernetzung und ein neues Design, das auf Doppelscheinwerfer verzichtet. Während der Kombi-Kofferraum mit 640 Liter gleich groß bleibt, wächst er beim Stufenheck-Octavia um 110 auf 600 Liter. Die weiterentwickelten Benziner und Diesel sollen über die gesamte Flotte gemessen 14 Prozent weniger CO2 ausstoßen, fünf Triebwerke bleiben unter der 100-Gramm-Grenze. Das Angebot startet mit einem 100 PS starken 1,0-Liter-Dreizylinderbenziner und endet zunächst bei einem Plug-in-Hybrid mit 204 PS. Ein zweiter, stärkerer Plug-in-Hybrid folgt später als RS-Modell.

Eine Klasse unter den VW-Kompaktmodellen tut sich ebenfalls einiges. Opel widersteht bei der für den Jahresstart anstehenden Neuauflage des Corsa (ab Februar) der Versuchung zum Größen- und Preiswachstum. Die sechste, erstmals unter PSA-Regie entwickelte Generation bleibt ein Kleinwagen mit Fokus auf Fahrspaß und Handling statt auf Platzangebot. Dazu kommt eine moderne Vernetzung, allerdings verbrennerseitig auch ein relativ konventionelles Antriebsangebot, das vor allem aus französischen Dreizylinderbenzinern besteht, die ohne Elektro-Hilfe auskommen müssen. Zum Ausgleich ist erstmals ein reiner E-Antrieb mit 100 kW/136 PS und 330 Kilometern Reichweite zu haben. Preis: 29.999 Euro.

Wer eine optische Alternative zu dem Rüsselsheimer sucht, findet sie möglicherweise im technisch weitgehend baugleichen Schwestermodell Peugeot 208, das parallel auf den Markt kommt.

Mit dem neuen Toyota Yaris (Spätsommer) gesellt sich zudem ein asiatischer Wettbewerber hinzu. Der Japaner bleibt seinem Motto „klein und sparsam“ treu, legt gegen den Branchentrend beim Modellwechsel nicht in der Länge zu, sondern schrumpft sogar um ein paar Millimeter. Trotzdem bietet er dank neuer Plattform innen mehr Platz. Wichtigster Kaufgrund dürfte aber weiterhin der Hybridantrieb sein, der gegenüber dem Vorgänger stärker, aber genügsamer ausfallen soll.

Der SUV-Boom wird uns auch noch 2020 begleiten - passend dazu gibt es gleich drei neue Modelle mit Ambitionen. Allen voran der Renault Captur (Jahresanfang), der es in der ersten Auflage auf Anhieb in die europäischen Pkw-Bestsellerlisten geschafft hat. Die zweite Generation sieht nun der ersten frappierend ähnlich, fällt aber um mehr als zehn Zentimeter länger aus, was vor allem dem Kofferraum zugutekommt. Viel getan hat sich bei den Assistenzsystemen - dank einer neuen Elektronik-Architektur wächst ihre Zahl, sogar ein selbstfahrender Autobahn-Assistent ist zu haben. Als Neuheit im Antriebsangebot kommt ein 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 100 PS zum Einsatz, den es auch in einer LPG-Variante geben wird. Später im Jahr folgt außerdem eine Ausführung mit Plug-in-Hybridantrieb.

Im gleichen Segment wie der Franzose startet der Ford Puma (Jahresanfang). Der ab 24.590 Euro erhältliche Crossover positioniert sich als sportliche und edle Alternative zum Ecosport, der sich nie wirklich durchsetzen konnte. Außer mit einem dynamischen Äußeren punktet der Fünftürer auf Fiesta-Basis auch mit inneren Werten in Form eines cleveren Kofferraumkonzepts mit tiefer, abwaschbarer Ladewanne, die sogar den Transport von aufrecht stehenden Zimmerpalmen möglich macht. Beim Antrieb setzt der Fiesta-Abkömmling zunächst auf die Dreizylinder-Benziner. Basis-Triebwerk ist ein 1,0-Liter-Motor mit 125 PS, darüber rangiert eine 155 PS starke Ausbaustufe. Beide Triebwerke sind - erstmals bei Ford - auch mit 48-Volt-Hybridtechnologie erhältlich. Mitte 2020 ergänzt ein 120 PS starker 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel das Motorenangebot.

Wer etwas mehr Platz und Prestige benötigt, wartet auf den Mercedes GLA (Frühjahr). Die neue Generation bleibt dem dynamischen Grundstil des Vorgängers treu, legt nun aber mehr Wert auf Raumökonomie. Die Kraft für Alltag und Abenteuer liefern zunächst die bekannten Motoren: Als Benziner gibt es zum Marktstart zu Jahresbeginn nächst den GLA 200 mit 1,3 Liter Hubraum und 163 PS und eine brachiale AMG-Variante mit 306 PS und Allradantrieb. Weitere Benziner und Diesel mit 150 PS und 190 PS werden nachgereicht. Später folgt zudem eine Elektrovariante, die jedoch als eigenständiges Modell unter der Bezeichnung EQA auf den Markt kommt.

Der Strom-Crossover wird dann auch im erweiterten Wettbewerberfeld auch auf den BMW iX3 (Frühjahr) treffen. Mit i3 und i8 waren die Münchner einmal Avantgarde in Sachen E-Mobilität, mit der batteriebetriebenen Variante des X3 wollen sie nun zumindest wieder zur Konkurrenz aufschließen. Das SUV soll von dem in den vergangenen Jahren gesammelten Knowhow bei E-Motoren und Steuerungselektronik profitieren, nutzt aber keine eigens entwickelte Fahrzeugplattform, sondern die Architektur der konventionellen X3-Modelle. Rund 270 PS Leistung und 400 Kilometer Reichweite dürften drin sein - allerdings nur mit Hinterradantrieb.

Neues gibt es auch in der Oberklasse, wo die Mercedes S-Klasse (Herbst) künftig die Maßstäbe bei Technik und Komfort setzen will. Ein gigantisches Display im Cockpit, autonome Fahrfunktionen und umfassende Vernetzung - vor allem die Digitalisierung steht in der neuen Generation im Fokus. Optisch sind keine großen Experimente zu erwarten - die Kundschaft mag es konservativ. Die Motoren erhalten umfangreiche Unterstützung, mindestens in Form von 48-Volt-Startern. So soll es auch die Zwölfzylinder-Version über die Abgas- und CO2-Hürde schaffen. Ein reines E-Modell ist nicht direkt vorgesehen, wird aber in Form des Ablegers EQS nachgereicht.

(SPX)

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Montag, 20. Jänner 2020
Wetter Symbol

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.