Dauerthema Agrarier

Grüne und liste fritz orten Hinhalten und Machtmissbrauch

Tirol
25.06.2010 12:22
Grüne und liste fritz orten beim Dauerthema Agrargemeinschaften Verzögerungstaktik und einen "Machtmissbrauch der VP". Im kommenden Landtag werden sie aus diesem Grund einen Dringlichkeitsantrag zur Novellierung des Tiroler Flurverfassungsgesetzes einbringen, kündigten die beiden Oppositionsparteien gemeinsam an.

"Das, was wir derzeit erleben, ist ein ständiger Machtmissbrauch der ÖVP", kritisierte der Klubobmann der Grünen, Georg Willi (im Bild rechts). Statt der längst überfälligen Umsetzung des Verfassungsgerichtshoferkenntnisses (VfGH) von 2008 leiste das Land derzeit "Beihilfe zum Rechtsbruch". Die beim Land angesiedelte Agrarbehörde fordere die Gemeinden auf, nachzuweisen, dass sie vor der Übertragung des Gemeindeguts an die Agrargemeinschaften rechtmäßig ins Grundbuch gekommen seien. Derartige Feststellungsverfahren könnten aber Jahre dauern und bis dahin hätten die Gemeinden keine Möglichkeit, auf den ihnen laut VfGH zustehenden Substanzwert zuzugreifen.

VfGH-Erkenntnis "mit Füßen getreten"
Es sei "ungeheuerlich", dass den Gemeinden "Millionen vorenthalten werden", betonte der Chef der stärksten Oppositionspartei im Tiroler Landtag, Fritz Dinkhauser (im Bild links). Das Erkenntnis des VfGH und das im Dezember des vergangenen Jahres beschlossene Agrargesetz würden "mit Füßen getreten". Mieders, die Gemeinde die den Stein beim VfGH ins Rollen gebracht hatte, habe bis heute "keinen einzigen Cent" der insgesamt 1,6 Millionen Euro Agrargemeinschaftsrücklagen gesehen, hob Dinkhauser hervor. Dieser Zustand sei "untragbar".

Dinkhauser: SP pfiff eigene Leute zurück
Bedauerlich sei, dass die SP als "Appendix der VP" agiere, kritisierte der liste-fritz-Chef. Denn Landeshauptmann-Stellvertreter Hannes Gschwentner (SP) habe Leute in den eigenen Reihen zurückgepfiffen, die sich für eine Novellierung des Agrargesetzes aussprachen.

Die Lösung besteht laut dem Landtagsabgeordneten Andreas Brugger (liste fritz) darin, dass der Grundbuchstand, vor der rechtswidrigen Regulierung, wieder hergestellt werde. Die Grundbucheinträge seien ja ohnedies im Zuge der Grundbuchsanlegung genau geprüft worden. Sie jetzt infrage zu stellen, sei "absurd".

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Tirol
25.06.2010 12:22
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Tirol
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung