05.12.2019 09:46 |

EZB will Libra-Rivalen

Digital- statt Bargeld soll Zahlungskosten senken

In Europa nimmt die Debatte um staatliches Digitalgeld zu. Sollten grenzüberschreitende Zahlungen in der EU weiterhin zu teuer bleiben, sei womöglich die Ausgabe einer bei der EZB angesiedelten Digitalwährung erforderlich, heißt es in einem Dokument der Europäischen Zentralbank EZB.

Sollte die Bargeldnutzung zurückgehen, könnte laut einem Reuters-Bericht die Währung noch schneller an den Start gehen. Das Papier soll am Donnerstag auf einem Treffen der EU-Finanzminister präsentiert werden.

In dem EZB-Dokument wird allerdings auch erwähnt, dass von der Notenbank gestütztes Digitalgeld weitreichende Konsequenzen für die Geldpolitik und für Banken haben könnte. Die Einführung einer solchen Währung müsse daher genau untersucht werden.

Facebook prescht mit eigener „Weltwährung“ vor
Bei der EZB angesiedeltes Digitalgeld wäre eine Alternative zu den Plänen von Facebook. Der US-Konzern will im nächsten Jahr eine eigene Cyber-Devise mit dem Namen „Libra“ einführen. Das Projekt des weltgrößten Internet-Netzwerks, das rund 2,5 Milliarden Nutzer hat, alarmierte Politiker rund um den Globus. Aus Sicht des deutschen Finanzministers Olaf Scholz gehört die Ausgabe einer Währung nicht in die Hände privater Unternehmen.

Experten trauen Facebook zu, das Finanzsystem mit Libra durcheinanderzuwirbeln. Denn dadurch könnten Geldtransfers über Ländergrenzen hinweg wesentlich schneller und günstiger werden.

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