17.11.2019 15:00 |

„Das ist ein Witz“

Suchteinrichtung kämpft um öffentliche Förderung

Eine verwehrte Förderung von 51.000 Euro brachte den Stein ins Rollen: Roman Nesshold vom Institut für Glückspiel und Abhängigkeit liegt im Clinch mit Soziallandesrat Heinrich Schellhorn. Das Land sieht die Einrichtung als Konkurrenz für seine Spielsuchteinrichtung.

„Ich kenne in Österreich keine zweite Beratungsstelle, die keine öffentliche Förderung erhält“, schäumt Roman Nesshold. Mit rund 150 Menschen suchten 2018 bei seinem Institut für Glücksspiel und Abhängigkeit mehr Spieler Hilfe als beim Psychosozialen Dienst des Landes (PSD). 77 Menschen wurden dort wegen Spielsucht betreut, wie der Suchtbericht zeigt.

Schellhorn verweigert Förderung von 51.000 Euro

Dennoch wird der privaten Einrichtung die Förderung durch Soziallandesrat Heinrich Schellhorn (Grüne) verweigert. Das sei einfach nur „ein Witz“, wie Nesshold betont. Bereits mit 51.000 Euro könnte laut ihm eine weitere Therapeutin finanziert werden. Tatsächlich finanziert sich das Institut über Fortbildungen für Wettunternehmen. Diese sind im Gesetz vorgeschrieben und dienen der Suchtprävention.

Das Land ist anderer Ansicht: „Wir möchten mit dem PSD unabhängige Beratung und Betreuung garantieren“, teilte Schellhorns Büro mit.

Nikolaus Pichler
Nikolaus Pichler
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Salzburg

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.