04.11.2019 18:24 |

„Bestraft euch selber“

AKS empört über 440 Euro Strafe für Schulschwänzer

Unter dem Titel „Bestraft euch selber“ will die Aktion kritischer SchülerInnen (AKS) am Dienstag gegen die aktuellen Bußgelder protestieren, die gegen Schulschwänzer bzw. gegen deren Eltern verhängt werden können. Die SPÖ-nahe Schülerorganisation sieht darin „den falschen Ansatz“ und fordert Ursachenbekämpfung statt Bestrafung. 

Bis zu 440 Euro teuer kann das Bußgeld werden, welches Schüler oder Erziehungsberechtigte zahlen müssen, wenn der Nachwuchs wiederholt die Schule schwänzt. Ab dem vierten unentschuldigten Fehltag im Laufe der neunjährigen Schulpflicht muss die Schule Anzeige erstatten, die Bezirksverwaltungsbehörde muss für die Verwaltungsübertretung Strafen verhängen.

Die Aktion kritischer SchülerInnen betont, dass die Strafzahlungen vorallem sozial schwache Familien hart treffen würden und fordert, vermehrt die Ursachen für Schulschwänzen zu bekämpfen: „Wir sagen: bestraft euch selbst! Nicht Schüler_innen, sondern das Bildungssystem hat versagt“, schreibt die Organisation auf Facebook. Die AKS plant am Dienstag eine Protestveranstaltung vor dem Bildungsministerium am Minoritenplatz.

3300 Strafzettel fürs Schulschwänzen verteilt
Seit dem vergangenen Schuljahr gelten die strengeren Regeln für Schulschwänzer und dem Bildungsministerium haben die Strafen auch den gewünschten Effekt gezeigt: Im ersten Jahr wurde knapp 3300-mal gestraft. Die mit Abstand meisten Strafen wurden mit 1650 Fällen in Wien verhängt.

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