03.11.2019 06:02 |

„Reine Gewinnsucht“

AUA in Turbulenzen: Empörung über Lufthansa

Sie haben ihr Allerbestes gegeben. Doch das ist den Bossen der Lufthansa und deren in Wien eingesetztem Manager noch nicht genug. Trotz steigender Passagierzahlen (siehe Grafik) fliegt die AUA jetzt einen massiven Sparkurs. Wie berichtet, sind 500 Stellen bedroht. Frust, Ärger und Sorge beim Personal sind groß!

„Wir haben seit 20 Jahren immer nur gegeben, auf so vieles verzichtet und immer schlechtere Arbeitsbedingungen akzeptiert. Und das bei nicht unbedingt höheren Löhnen und vielen Abstrichen“, so ein frustrierter Austrian-Angestellter, der aus verständlichen Gründen anonym bleiben will, am Samstagnachmittag gegenüber der „Krone“.

Sorge und Angst um Jobs
Er ist nur einer von vielen der zurzeit 7000 Piloten, Co-Piloten, Flugbegleiter und Mitarbeiter am Boden, die wegen der durchgesickerten Hiobsbotschaft seelisch in Turbulenzen geraten sind und jetzt in Sorge und Angst um ihren Job sind. Offiziell hat AUA-Boss Alexis von Hoensbroech seinen Sparplan noch nicht bekannt gegeben. Doch es steht laut Berichten so gut wie fest, dass wegen der Konkurrenz der Billigfluglinien „Maßnahmen bei Personal- und Sachkosten“ gesetzt werden, die massiven Stellenabbau vorsehen.

Noch immer alte 767er und 777er
„Während sich die da oben Spitzengehälter auszahlen lassen, gibt es bei uns sogar Büroangestellte, die nur etwas mehr als 1000 Euro netto bekommen und jetzt sogar um ihren Job bangen müssen“, kritisiert ein anderer langjähriger AUA-Mitarbeiter. Und beim fliegenden Personal trägt zur Demotivierung bei, dass „die Deutschen neue Langstreckenflugzeuge bekommen, während wir Österreicher immer noch mit den alten 767er- und 777er-Boeing-Maschinen herumfliegen müssen“.

Massive Kritik gibt es auch am „Ausspielen der Unternehmenstöchter aus reiner Gewinnsucht“. Grundtenor: „Wenn die AUA nicht billiger wird, übernimmt Eurowings diese oder jene Strecke.“ Verwunderlich: Trotz mehrfacher Anfragen gibt es bis dato noch keine Stellungnahme der AUA. Auch der Betriebsrat ist auf Tauchstation.

Mark Perry und Patrick Huber, Kronen Zeitung

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