Unterperfuss & Co.

Schottergrube stößt in der Region auf heftigen Widerstand

Tirol
04.06.2010 18:28
Eine 40.000 Quadratmeter große und bis zu 30 Meter tiefe Schottergrube in Unterperfuss sorgt für Aufruhr unter den Gemeinden im Westen Innsbrucks. Seit die Pläne bekannt sind, gibt es massiven Widerstand aus der Bevölkerung, die um ihre Lebensqualität fürchtet. Am 16. Juni kommt es im Großen Kemater Gemeindesaal zum "Showdown".

Für den 16. Juni ist nämlich die Verhandlung nach dem Mineral-Rohstoffgesetz (MinRoG) angesetzt. Akribisch bereitet sich die Bürgerinitiative darauf vor, bildet Arbeitsgruppen, sammelt Informationen zu allen möglichen Fachbereichen. Man wolle nämlich den Experten etwas entgegenzusetzen haben, erklärt Heinz Wolf, einer der Initiatoren. 

Die Allianz der Gegner ist breit: Die Nachbargemeinden Oberperfuss, Kematen und Ranggen stehen der Ortschaft Unterperfuss in ihrem Kampf gegen die Bodenaustauschdeponie bei, die in Nähe des Altenwohnheims errichtet werden soll. Projektbetreiber sind die Firmen Fröschl bzw. Plattner in Zirl, die auch den Steinbruch betreibt. 

Verhandlungen über einen Kompromiss zwischen Betreiber und Gegner sind offenbar schon zu Beginn gescheitert. Die Bürgerinitiative verhandelt am Montag mit Wirtschaftslandesrätin Zoller-Frischauf: "Die Politik darf nicht über die Region mit 7.500 Einwohnern drüberfahren!" 

von Philipp Neuner, Tiroler Krone
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