Der Abstieg der Austria und die Tatsache, dass das Stadion nicht bespielt wird, haben im Rathaus und im Sportpark für rauchende Köpfe gesorgt. Denn wenn die Sportpark GmbH weniger als 240.000 Euro Umsatz pro Jahr erwirtschaftet, wird die Arena von der Finanz als "Liebhaberei" eingestuft. Und das hätte Millionenverluste bedeutet: Die Vorsteuer-Abzugsberechtigung wäre weggefallen und Nachzahlungen in der Höhe von knapp 20 Millionen Euro (abzüglich der Abschreibungen der vergangenen Jahre) wären fällig geworden.
"Es ist schade, dass wir keinen Verein in der 1. oder der 2. Liga haben. Das gefährdet jedoch nicht unsere Umsatzgrenze", weiß Sportparkchef Daniel Greiner. Denn im laufenden Jahr sei durch das Eishockey-Derby im Jänner, die Länderspiele und die Einnahmen aus Mieten und Werbeverträgen die Umsatzgrenze bereits überschritten worden.
Dass es keine Rolle spielt, wie sich die Umsätze genau zusammensetzen, bestätigt auch der Klagenfurter Steuer-Experte Dietmar Thuller: "Die Hauptsache ist, dass das Unternehmen gewinnorientiert geführt wird und dass die Umsatzgrenze überschritten wird."
Ex-Minister Reichold als "Joker"
Als "Joker" in der leidigen Causa um das Fußballstadion, hat sich Bürgermeister Christian Scheider ja Ex-Minister Matthias Reichhold als Berater geholt. "Ich möchte mich in der Causa positiv einbringen. Bis Ende des Jahres sollen die rechtlichen Genehmigungen geklärt sein", erklärt Reichhold. Seine Beraterrolle bestreite er aus Freundschaft zum Bürgermeister und habe "noch keinen Schilling dafür kassiert".
von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
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