06.10.2019 13:00 |

16.000 dpi genau!

Pro IntelliMouse: Kultige Maus-Neuauflage im Test

Neuauflagen beliebter Mausklassiker sind im Trend: Logitech hat kürzlich seine MX518 neu aufgelegt, Microsoft schon vor gut zwei Jahren die legendäre IntelliMouse Explorer - vor etwas mehr als 20 Jahren einer der Urväter der optischen Maus. Den gibt es nun auch als Pro IntelliMouse Special Edition - eine verbesserte Version mit empfindlicherem Sensor, die vor allem Gamer ansprechen soll. Wir haben sie getestet.

Die harten Zahlen zur Gamer-IntelliMouse: Die ausschließlich für Rechtshänder geeignete und relativ große Maus bietet fünf Tasten - zwei Primär-, zwei Seitentasten und das klickbare Mausrad - und verfügt über eine Abtastauflösung von 16.000 dpi bei bis zu 1000 Hertz Abtastrate.

Mit dem PC verbindet man den im Online-Handel etwa 40 bis 50 Euro teuren und in zwei Farbvarianten verfügbaren Nager über ein 1,8 Meter langes Kabel. Die Maus ist knapp über 100 Gramm schwer und verfügt am Heck über ein anpassbares LED-Licht.

Tolle Ergonomie, saubere Verarbeitung
Ergonomisch machte die Maus im Test einen guten Eindruck - zumindest für Besitzer größerer Greifwerkzeuge. Wer es etwas kleiner mag, sollte lieber Logitechs MX518 in Erwägung ziehen.

Für die Pro IntelliMouse gilt: Schon der Vorfahr lag, wenn man eine Vorliebe für große Mäuse und bei der PC-Arbeit gern die ganze Hand auf der Maus liegen hat, exzellent in der Hand, und daran hat sich mit der Neuauflage nichts geändert. Dazu trägt auch die matte Oberfläche des Nagers und das - ebenso wie die Seitentasten - leicht geriffelte Mausrad bei.

Auch die Verarbeitung überzeugt. Die Maus selbst wirkt langlebig und robust, an unserem Testgerät wären uns keine Verarbeitungsmängel aufgefallen. Das textilummantelte Kabel ist ein nettes Extra, ebenso die über den Treiber einstellbare RGB-Beleuchtung am Heck. Alle Tasten haben einen klaren Druckpunkt.

Hohe Präzision, solide Treiber-Software
An der gebotenen Präzision haben wir ebenfalls nichts zu bemängeln. Der 16.000-dpi-Sensor übertrug im Test am Mauspad wie auf der Tischplatte auch hektischere Mausbewegungen präzise und zuverlässig auf den Bildschirm - egal, ob wir mit der Pro IntelliMouse gerade Office- oder Bildbearbeitungs-Jobs erledigten oder Spiele spielten.

Gut hat uns im Test auch die aufgeräumte Treiber-Software gefallen, mit der die Maus ins Detail angepasst werden kann. Hier kann man Empfindlichkeit und Zeigergeschwindigkeit wählen, die Buttons - auch mit Makros - neu belegen und die Beleuchtung einstellen.

Kleines Manko: Die Pro IntelliMouse hat keine dedizierten Hardware-Buttons, um die Empfindlichkeit einzustellen. Manch einer wird also - etwa beim Wechsel zwischen Shooter und Strategiespiel - öfter die Treiber-Software öffnen müssen, als ihm lieb ist.

Unaufdringlicher als die typische Gaming-Maus
Ein Pluspunkt, der auf die Pro IntelliMouse ebenso zutrifft wie auf den Rivalen Logitech MX518: Die neu aufgelegten Klassiker sind dank ihrer präzisen Sensoren und vielen Buttons zwar gut als Gaming-Maus geeignet, widersetzen sich aber dem Trend zum allzu aufdringlich-futuristischen Design mit ausladender Beleuchtung, fallen am Bürotisch also nicht so ins Auge.

Fazit: Wenn man kein Linkshänder ist und große Mäuse mag, gibt es wenig, was an Microsofts Pro IntelliMouse nicht liebenswert wäre. Verarbeitung, das dezente Äußere, Haptik und Präzision der kabelgebundenen Maus haben im Test überzeugt wie vor 20 Jahren. Wer eine unaufdringliche Maus für Büro und Gaming sucht und womöglich sogar nostalgische Gefühle für den Urvater IntelliMouse Explorer hegt, macht mit der Neuauflage nichts verkehrt.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger
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