"Das war nicht lustig. Ich geriet zwischen die Fronten der Roten und Gelben. Da war dann keine Bewegung mehr möglich", so Peter Lampl, der in Bangkok und Shanghai erfolgreich Business-Center betreibt.
Zwei Drittel der Stadt seien betroffen - keine Hochbahn, keine Metro, keine Busse würden mehr fahren. Geschäfte seien seit Tagen gesperrt, Schulen und Büros, ja sogar Hotels geschlossen. Peter Lampl: "Am Montag gab’s im Nachbarhotel eine gewaltige Explosion!"
Dunkle, beißende Rauchwolken würden die Luft vergiften, so der St. Veiter. "Die Rothemden zünden überall Reifen an!" Selbst die Thais würden die Stadt fluchtartig verlassen, denn die Wege zu ihren Wohnungen seien ihnen versperrt. "Es ist gespenstisch!"
"Sie schießen auf ihre eigenen Leute"
Seit vielen Jahren lebt und arbeitet Lampl viele Wochen im Jahr in Bangkok. Und doch ist er überrascht: "Die immer freundlichen Thais jetzt schießen sie auf ihre eigenen Leute. Das ist keine Demokratie mehr, das ist eine brutale Gewaltmaschinerie."
Lampl sieht die Gefahr einer weiteren Eskalation. "Im Norden des Landes wurden bereits zwei Banken gesprengt. Und im Extremfall beginnt dann die Jagd auf die vielen hierher ausgewanderten Ausländer."
von Fritz Kimeswenger, "Kärntner Krone"
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