18.09.2019 11:59 |

Lokalaugenschein

Die Stadt Feldkirch wächst mittlerweile nach innen

Ob Tirol, Vorarlberg oder St. Gallen - in allen drei Regionen wird darum gekämpft, weitere Zersiedelung zu verhindern. Verdichten nach innen heißt das Zauberwort. Beispiele wie Feldkirch zeigen, dass es möglich ist! Dort ist schon viel passiert. Und entgegen erster Vermutungen macht Bürgerbeteiligung alles leichter.

In der 34.000-Einwohner-Stadt wird gerade das Bahnhofsareal groß umgebaut. Dort entstehen vier bis zu 33 Meter hohe Wohn- und Bürotürme. In jeder anderen Stadt sind Bürgerproteste programmiert. Nicht so in Feldkirch. „Es gab keinen einzigen Einspruch“, berichtet Stadtbaumeister Gabor Mödlagl nicht ohne Stolz. Geschafft wurde das, weil die Bürger mitreden durften.

Die Stadt kauft viele Gründe, um selbst die Nutzung zu steuern
Feldkirch hat noch aus anderen Gründen Vorbildwirkung. Seit 20 Jahren betreibt die Gemeinde aktive Raumordnungs- und Bodenpolitik. Heißt: Die Stadt kauft viele Grundstücke, um selbst die Nutzung zu steuern. Sie gibt eine Mindestbaudichte vor. Bauträger, die qualitätvoll verdichten, werden bevorzugt. Für jeden Stadtteil gibt es ein Entwicklungskonzept - und immer wieder Bürgerbeteiligung.

„Leerstandserhebung ist kein Problem“
Viele leer stehende Wohnungen, obwohl die Nachfrage groß ist: Dieses Problem hat Innsbruck. Hier scheitert BM Georg Willi mit der Forderung nach einer Leerstanderhebung am Datenschutz. In Feldkirch ist das offenbar kein Problem. „Wir tun das im Rahmen einer statistischen Erhebung. Das ist möglich“, berichtet Mödlagl.

Zu der auch in Tirol diskutierten Leerstandsabgabe hat Feldkirch eine elegante Lösung gefunden. Mödlagl: „Wir setzen auf eine höhere Mindestabgabe für Strom und Wasser. Damit rechnet sich eine leere Wohnung gleich viel weniger.“

Claudia Thurner
Claudia Thurner
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