Arbeitsklausur in NÖ

Mikl-Leitner fordert Schritte gegen Ärztemangel

Arbeit und Wirtschaft, der Bereich Wohnen und die Gesundheitsversorgung waren die Schwerpunktthemen einer Pressekonferenz von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am Mittwoch in Gaming (Bezirk Scheibbs).

Erarbeitet wird eine neue Wirtschaftsstrategie 2025 für das Bundesland, sagte Mikl-Leitner nach der Arbeitsklausur der ÖVP NÖ. Von der künftigen Bundesregierung erwarte sie Schritte gegen den Ärztemangel und forderte erneut eine Verdoppelung der Medizin-Studienplätze.

Rund 50 Prozent der Hausärzte werden laut Mikl-Leitner in den kommenden zehn Jahren in Pension gehen, bei Nachbesetzungen von Stellen gebe es immer wieder Probleme. Es brauche daher mehr Ärzte. Vor 20 Jahren habe es allein in Wien 2.000 Medizin-Studienplätze gegeben, heute seien es in ganz Österreich 1.680 bzw. abzüglich der 25 Prozent für nicht-österreichische Studenten 1.260, rechnete die Landesparteichefin der ÖVP Niederösterreich vor. 

„Wir wollen sowohl den ländlichen als auch den urbanen Raum entwickeln“, führte die Landeshauptfrau in der Pressekonferenz bei Worthington Cylinders in Kienberg weiter aus. Niederösterreich soll zum „Zukunftsland mit Hausverstand“ gemacht werden. Es gelte, aus Herausforderungen Chancen zu machen und diese zu nutzen. Niederösterreich habe sich in vergangenen zehn Jahren von der Wirtschaftsstruktur her stark gewandelt und sei Agrar- und Industrieregion, Technologie- und Forschungsregion sowie „auf einem sehr gutem Weg, Digitalisierungs-Vorzeigeregion und -land zu werden“. Heute gebe es mit insgesamt 116.000 Unternehmen um 60 Prozent mehr als vor 15 Jahren, die Zahl der Beschäftigten sei in diesem Zeitraum um 100.000 auf 620.000 gestiegen. Die Exportrate habe sich auf 23 Milliarden Euro fast verdoppelt - ebenso wie die Forschungsquote von aktuell zwei Prozent. Zudem habe Niederösterreich die höchste Kaufkraft in Österreich.

Die Wirtschaftsstrategie wird evaluiert und den künftigen Herausforderungen angepasst. Zentral seien fünf Zielrichtungen, so die Landeshauptfrau: Dezentralisierung mit Verlagerung von Arbeitsplätzen in ländliche Bereich, die Internationalisierung bleibe weiterhin wichtig, Digitalisierung, innovative und qualitative Produkte und Dienstleistungen weiterhin zu stärken sowie Klima- und Umweltschutz wirtschaftlich zu nutzen. Im Bundesland „heißt es nicht Ökologie gegen Ökonomie, sondern wir wollen Ökologie und Ökonomie verbinden“, betonte Mikl-Leitner. Vor dem Hintergrund einer von Experten erwarteten Konjunktureintrübung hielt sie auf Nachfrage fest: „Wir in Niederösterreich bereiten uns vor.“ Die neue Strategie soll noch in diesem Jahr präsentiert werden.

Weiters verwies Mikl-Leitner in der Pressekonferenz auf die Richtlinien der neuen Wohnbaustrategie, die mit 1. Oktober in Kraft treten. Diese beinhalten u.a. eine Verdoppelung der Förderdarlehen für Jungfamilien, den Vorrang für Niederösterreicher beim geförderten Wohnbau, einen Bonus in Abwanderungsregionen und die Belebung der Ortskerne.

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