Volleyball-Riese Matthias Mellitzer haut mit seinen 1,96 Meter nichts so schnell um. Die Abrechnung von der Dienstreise nach Brasilien schlug den Osttiroler aber fast k. o.: "Der Schock war natürlich riesengroß. Auf unserem Konto fehlten plötzlich 15.000 Euro."
Das Rätsel über das Verschwinden des Geldes war schnell gelöst. Mellitzer saß mit Partner Clemens Doppler und Trainer Solustri in Brasilien Betrügern auf. Mit den Daten ihrer Kreditkarten wurden im ganzen Land bei Bankomaten Geldbeträge in der Höhe von insgesamt 15.000 Euro behoben! "Wir haben aber noch einmal Glück gehabt. Die Kreditkartenfirma will nun den Schaden übernehmen", atmtete der Jungpapa am Donnerstag im Trainingscamp in Rom auf. Andernfalls hätte der Beachvolleyball-Profi in dieser Saison ein sattes Minus wohl hinnehmen müssen.
Nun hofft "Bum-Bum-Melle", dass sich mit der Kulanzlösung des Kreditkartenunternehmens die unglaubliche Pechsträhne in eine Glücksserie verwandelt. Zur Erinnerung: Das Duo konnte wegen der Unwetter in Rio de Janeiro eine Woche nicht trainieren. Nach einer Verletzung von Doppler kam beim World-Tour-Auftakt schon in der ersten Quali-Runde das Aus. Nach der Heimkehr waren zuerst sämtliche Reifen von Dopplers Auto zerstochen, ein paar Tage später musste Mellitzer sein Fahrzeug nach einem Marderbiss in die Werkstatt bringen…
Hilfe von oben erwartet sich das Beachvolleyball-Duo übrigens schon am Freitag beim Training in Rom: "Seit Tagen kämpfen wir hier mit Wind und Regen. Ein bisschen Sonne wäre wünschenswert!"
von Norbert Niederacher, Tiroler Krone
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