Initiative:

Uni-Plätze gegen Ärztemangel

Immer weniger besetzte Ordinationen mit Kassenvertrag, dafür immer längere Wartezeiten in Praxen sowie Spitalsambulanzen - der Ärztemangel wird zunehmend spürbarer im Land. Jetzt prescht Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit einem Rezept dagegen vor: „Wir brauchen doppelt soviel Medizin-Studienplätze!“

Mittlerweile ist es in nahezu allen Bereichen des Gesundheitswesens nicht mehr zu übersehen: „Wir steuern auf einen Ärztemangel zu, das ist ein Faktum“, stellt Mikl-Leitner klar. Doch die führende VP-Politikerin ortet in diesem Zusammenhang noch eine weitere gravierende Tatsache: „Es werden Jahr für Jahr zu wenig Mediziner ausgebildet. Das muss sich dringend ändern.“ Untermauert werden diese Feststellungen durch die aktuellen Zahlen. Heuer standen an den Medizin-Unis in Wien, Linz, Graz und Innsbruck für 16.443 Bewerber nur 1680 Studienplätze zur Verfügung. Und davon waren noch 25 Prozent für Nicht-Österreicher reserviert.

„Insgesamt gibt es seit Einführung der Aufnahmetestes und der Begrenzung der Studienplätze weniger Absolventen des Faches Humanmedizin“, bilanziert Mikl-Leitner. In Niederösterreich versucht man, dieser Entwicklung gegenzusteuern. Etwa mit der Ausbildung an der Karl-Landsteiner-Privatuniversität sowie Unterstützungen für praktische Ärzte. Doch der Landeschefin ist klar, dass es einer gemeinsamen Kraftanstrengung in Österreich bedarf, um den Ärtemangel abzuwenden: „Die Verdoppelung der Medizin-Studienplätze ist ein Eckpunkt dieser Initiative!“

Christoph Weisgram & Lukas Lusetzky, Kronen Zeitung

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