02.07.2004 12:06 |

Todesstrafe-Virus

Ungarischer Wurm fordert Todesstrafe

Ein neuer, aus Ungarn stammender Mailwurm namens Zafi hat sich im Juni rasant im Internet vebreitet und ist für fast ein Drittel (30,4 Prozent) aller globalen Virenmeldungen verantwortlich. Damit hat der temperamentvolle Wurm aus der ungarischen Pusta seine Konkurrenzen Netsky und Sasser vom Thron gestoßen.
Zafi-B setzt geschickt gesellschaftliche Problemeein, um Empfänger zu verleiten, den Anhang zu öffnenund den Virus zu aktivieren. Dazu ruft er vordergründig zuÄnderungen in der ungarischen Gesetzgebung auf, wie beispielsweisezur Einführung der Todesstrafe.
 
Der Wurm, der mehrere Sprachen spricht, verbreitetsich über Peer-to-Peer File-Sharing-Systeme wie KaZaA undeDonkey und ist erstmals am 11. Juni entdeckt worden und verbreitetsich derzeit in Windeseile. Auf Platz zwei und drei folgen dieehemaligen "Shooting Stars" Netsky-P (9,9 Prozent) und Sasser(6,8 Prozent). Den "Absturz" von Sasser erklärt Sophos mitseiner starken Medienpräsenz.
 
"Sasser ist vom Thron gestürzt worden, weilseine häufige Erwähnung in den Medien Computernutzerdazu veranlasst hat, ihre Sicherheitslücken mit Patches zuschließen", erklärt Gernot Hacker, Director of Technologybeim Virenspezialisten Sophos. "Es wurden sogar Interviews mitdem Autor des Sasser- und des Netzky-Wurms veröffentlicht.Das hat ihren Bekanntheitsgrad natürlich erhöht", soHacker.
 
Quelle: pte
Donnerstag, 24. Juni 2021
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