04.08.2019 06:03 |

Leben retten

Sicher durch die Badesaison

In Österreich sterben jedes Jahr rund 40 Personen an den Folgen eines Ertrinkungsunfalles. Tipps vom Roten Kreuz, wie Sie kritische Situationen am besten vermeiden beziehungsweise im Notfall richtig handeln.

Abkühlung ist nicht immer ungefährlich! Jedes Jahr fallen den Fluten einige Menschen zum Opfer. Vor allem auf die Kleinsten muss man besonders Acht geben. „Kinder sind vom Wasser fasziniert. Deshalb dürfen sie in seiner Nähe nie unbeaufsichtigt sein, auch nicht für einen kurzen Moment“, warnt Dr. Wolfgang Schreiber, Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes. „Im Gegensatz zu Erwachsenen strampeln und schreien sie nicht, wenn sie sich nicht über Wasser halten können, sondern ertrinken leise.“ Zu Hause sollten Pools und Teiche deshalb umzäunt werden.

Auch ältere Personen müssen das kühle Nass mit Vorsicht genießen. „GeradeMenschen mit Herz- oder Kreislauferkrankungen könnten mit einem Schwächeanfall reagieren, wenn sie sich zu sehr anstrengen. Wer in See oder Meer zu weit hinausschwimmt, sollte stets bedenken, dass es draußen am Wasser keine Gelegenheit gibt, sich irgendwo auszuruhen und neue Kräfte zu sammeln“, so der Experte. Die häufigsten Ursachen für Badeunfälle stellen demnach Leichtsinn und Überschätzung dar. „Außerdem wären viele Notfälle zu vermeiden, wenn die Baderegeln befolgt würden“, erinnert Dr. Schreiber: Jeder sollte sich abkühlen, bevor er schwimmen geht, weil der Temperaturunterschied zwischen Flüssigkeit und Körper den Organismus belastet. Mit vollem oder ganz leerem Magen am besten gar nicht „plantschen“. Sobald einem kalt wird,das Wasser verlassen und nasses Badezeug durch trockenes ersetzen.

Wassernotfall in Sicht? Schnell reagieren!
Wenn Sie erkennen, dass sich jemand in einer Notlage befindet, bleiben Sie ruhig. Jetzt kommt es auf jede Minute an. Fordern Sie eine umstehende Person dazu auf, Hilfe zu holen. Oder rufen Sie sofort 144. Wenn möglich, eine Schwimmhilfe (Rettungsring) bereitstellen, um Untertauchen zu verhindern. Betroffenen nur dann aus dem Wasser ziehen, wenn es sicher ist.

Versuchen Sie nicht, verschlucktes Wasser aus der verunfallten Person „herauszubekommen“. Kontrollieren Sie die Lebensfunktionen. Falls Sie keine normale Atmung feststellen, beginnen Sie sofort mit der Wiederbelebung. Ganz wichtig ist die Beatmung. Starten Sie wegen des Sauerstoffmangels mit fünf Beatmungen. Führen Sie dann abwechselnd 30 Herzdruckmassagen und zwei Beatmungen durch. Beenden Sie die Wiederbelebung nur, wenn der Patient aufwacht oder normal atmet.

Eva Greil-Schähs, Kronen Zeitung

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