"Wäre das VS-Gerät aktiv gewesen, hätten wir den Mann sicher viel rascher gefunden", sagte der Axamer Bergrettungschef Josef Gspan. So musste mit Sonden der vier bis fünf Meter hoch aufgetürmte Schnee durchsucht werden. Dabei verging trotz professioneller Arbeit wertvolle Zeit. Die Folge: Der Aldranser (60) verstarb nach zunächst erfolgreicher Reanimation in der Klinik Innsbruck.
Was war passiert? Gemeinsam mit seinem Bruder war der erfahrene Tourengeher auf das Kar zwischen Axamer Spitze und Maulgrubenspitze gegangen. Bei der Abfahrt gegen 10.20 Uhr löste sich eine gewaltige Lawine mit bis zu eineinhalb Metern Anrisshöhe. "Der 60-Jährige wurde mitgerissen und nach der Hälfte des fast 400 Meter langen Hanges verschüttet. Sein Bruder konnte sich ganz oben bei den Felsen halten", schildert Gspan.
"Diese Art der Suche braucht einfach seine Zeit"
Rasch wurden Einsatzkräfte zur Lawine geflogen, doch deren VS-Geräte schlugen nicht an, weil jenes des Opfers ausgeschaltet war. "Wegen der Schneemassen mussten wir unsere Sonden sogar verlängern. Leider braucht diese Art der Suche einfach seine Zeit", sagte Gspan.
Nach etwa eineinhalb Stunden wurde der Aldranser in etwa zweieinhalb Metern Tiefe geortet und geborgen. Die geglückte Reanimation war leider nur ein Hoffnungsschimmer, denn er starb wenig später.
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