Kritik

Nach Neubau steht Logistik-Halle leer

Ein 50.000 m2 großes Verteilzentrum errichtete eine internationale Logistikfirma in Hagenbrunn im Bezirk Korneuburg. Das Lager vor den Toren Wiens wurde aber nie in Betrieb genommen, ein neuer Mieter wird derzeit gesucht. Umweltschützer kritisieren: „Wodurch ist diese sinnlose Bodenversiegelung zu rechtfertigen?“

Einst verhinderten sie das Postzentrum in Langenzersdorf, nun haben sich die besorgten Bürger der Initiative Lelog dem Umweltschutz verschrieben. Jetzt haben die Aktivisten das nächste Verteilzentrum im Visier - auch wenn dieses schon gebaut wurde. „Die Halle in Hagenbrunn misst 50.000 m2 und steht leer. Kein Arbeitsplatz wurde geschaffen. Was bringt die Verbauung?“, so ein Sprecher. Er will von Land und Bund Antworten: „Wir müssen erreichen, dass sich solche Fehler nicht wiederholen!“ Denn gerade nördlich von Wien stehen viele Gewerbeflächen frei.

Im Internet hat die Lelog ein Album veröffentlicht, auf dem die Bauruinen zu sehen sind: die Glaspyramiden eines ehemaligen Elektrohändlers in Gerasdorf, die alte Vögele-Filiale an der Laaer Straße in Korneuburg, oder ein Möbeldiskonter in Langenzersdorf. „Überall gibt es leerstehende Gebäude, die unser Klima zusätzlich anheizen“, so die Kritik. Sämtliche Geschäfte sind mit eigenen Parkplätzen für die Kunden versehen. Ein Anrainer: „Kein Wunder, dass Österreich Weltmeister in Sachen Bodenversiegelung ist“

Thomas H. Lauber, Kronen Zeitung

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