14.07.2019 06:00

Aktuelle Zahlen

Bereits 54 Ärzte wurden heuer mit Waffen bedroht!

Wer rettet die Lebensretter? Nach der Messer-Attacke auf einen Kardiologen in einem Wiener Spital gibt es weitere alarmierende Zahlen: So wurden in den vergangenen sechs Monaten 54 Ärzte während des Dienstes mit Waffen bedroht.

Die Ärztekammer hat eine Befragung unter Medizinern gestartet. Bislang haben 600 Ärzte mitgemacht, doch die Erhebung geht weiter. Auf die Frage „Wie oft kam es in den vergangenen sechs Monaten in Ihrem Arbeitsumfeld zu Drohungen mit Waffen?“ haben neun Prozent angegeben, dass dies mindestens einmal der Fall war. Das Ergebnis ist nur eine Zwischenbilanz - Tendenz aber steigend.

Härtere Strafen gefordert
„Die Angriffe werden leider häufiger“, erklärt Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres im Gespräch mit der „Krone“. Er wiederholt seine Forderung, das Gesundheitspersonal künftig strafrechtlich mit Polizisten, Gutachtern und Beamten gleichzustellen. Wer Pfleger oder Ärzte attackiert, muss härter bestraft werden.

Messerangreifer wird rund um die Uhr bewacht
Indes wird jener 33-jährige Herzpatient aus Sierra Leone, der seinen behandelnden Arzt im Wiener SMZ Süd niedergestochen haben soll, in der Justizanstalt Josefstadt von Beamten rund um die Uhr bewacht.

Er hört Stimmen im Kopf, die ihm die Wahnsinnstat befohlen haben sollen, und gilt auch hinter Gittern als gefährlich. Derzeit ist der subsidiär schutzberechtigte Afrikaner, der in einer Gemeindebauwohnung lebte, in der psychiatrischen Krankenabteilung „Z5“ des Gefangenenhauses im Landesgericht untergebracht. Ein Gutachter soll seinen Geisteszustand ergründen.

Morgen lesen Sie: Eisenstange, Glasflasche, Faust. Eine Chirurgin erzählt: „Ich wurde im Dienst schon dreimal attackiert.“

Michael Pommer, Kronen Zeitung/krone.at

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