11.07.2019 11:27 |

Arzt niedergestochen

„Stimmen im Kopf haben es mir befohlen“

Am Tag nach der schockierenden Messerattacke auf einen Arzt in einem Wiener Spital - wir berichteten - werden mehr Details bekannt. Demnach ist das Opfer ausgerechnet jener Oberarzt, der dem Verdächtigen einen lebensrettenden Herzschrittmacher eingesetzt hatte. Im Verhör gestand der Afrikaner die Wahnsinnstat: „Stimmen im Kopf haben es mir befohlen.“

Die kurze Rettungskette im SMZ Süd und eine rasche Notoperation hatten dem 64-jährigen Kardiologen das Leben gerettet. Der Spitzenmediziner war es auch, der dem 33-jährigen subsidär Schutzberechtigten - er ist seit 2004 in Österreich und lebte bis zuletzt alleine in einer Gemeindebauwohnung - mit einem Ärzteteam einen Schrittmacher verpflanzt hatte.

Messerangriff im Warteraum
Trotzdem zog der wegen Drogen vorbestrafte Herzkranke aus Sierra Leone ein im Rucksack mitgebrachtes Küchenmesser mit einer 15 Zentimeter langen Klinge und stach es Dr. B. im Warteraum des Wiener Krankenhauses ohne jegliche Vorwarnung in den Bauch.

Gutachten in Auftrag gegeben
In den Einvernahmen durch Ermittler des Landeskriminalamtes (Außenstelle Süd) gestand der Verdächtige den schockierenden Angriff. Er sei seinem Lebensretter dankbar, aber „Stimmen im Kopf“ hätten ihm die Wahnsinnstat befohlen. Der Afrikaner wurde bereits in das Gefangenhaus des Landesgerichtes Wien eingeliefert. Jetzt müssen psychiatrische Gutachter seinen Geisteszustand klären ...

Christoph Budin, Kronen Zeitung

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