Mutter in Sorge

Schulweg neben Lkw, Bussen und zu schnellen Autos

Tirol
14.07.2019 16:00

„Wie kommen die Kleinen sicher zum Unterricht?“ Auch in den Sommerferien machen sich viele Eltern Gedanken um den Schulweg ihrer Sprösslinge. Die „Krone“-Aktion „Sicherer Schulweg“ ermutigte auch eine Mutter aus Reith bei Seefeld, eine Gefahrenstelle aufzuzeigen.

„Für uns Eltern ist es nicht zu verantworten, unsere Kinder entlang der Seefelder Straße zur Schule gehen zu lassen“, ist eine Mutter, die im Ortsteil Leithen wohnt, besorgt. Schließlich ist die B 177 eine der drei meistbefahrenen Landesstraßen Tirols. „19.254 Pkw wurden im Februar 2018 gezählt - 1849 Fahrzeuge pro Stunde. Das sind alle zwei Sekunden ein Auto“, weiß die „Krone“-Leserin.

Fußweg sei „zumutbar“
Einen Bus, der die Kinder sicher in die Schule bringen würde, bekommt der Ortsteil Leithen laut der Mutter aber keinen. „Die Strecke ab der Bushaltestelle ist unter zwei Kilometer und damit laut den Verantwortlichen ,zumutbar‘ für die Kinder.“ Gleich zweimal müssen die Knirpse, die im östlichen Ortsteil wohnen, für den Weg in die Schule aber die Straße queren. „Der erste Zebrastreifen liegt direkt am Ortseingang, wo die Fahrzeuge noch sehr oft mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs sind. Der zweite ist in einer unübersichtlichen Kurve“, wettert die Tirolerin. „Zudem rasen tonnenschwere Lastwagen und Busse im Abstand von nur einem Meter direkt an der Nase von rund 20 Kilo leichten Kindern vorbei - alleine der Luftsog stellt für diese schon eine Gefahr dar!“

Gar nicht lustig ist der „Spaziergang“ bei Regen. „Da wird man von den vorbeifahrenden Fahrzeugen komplett nass gespritzt.“ Und bei stärkerem Schneefall hat der Gehsteig laut der Mutter nicht oberste Räumpriorität. „Die Kinder müssten da auf der Straße gehen.“

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