12.07.2019 12:24

Investitionen nötig:

Entscheidung über Stadtbad-Zukunft fällig

Just im Sommer, wenn alle Abkühlung in Planschtempeln suchen, poppt in Mödling wieder die Debatte um das Stadtbad auf. Die denkmalgeschützte Anlage ist schwer defizitär, braucht daher eine Rundumerneuerung. Die Suche nach einem Betreiber blieb bisher erfolglos. Und die Frist für die Entscheidung läuft ab.

Einst bot das heutige Freizeitzentrum in Mödling das erste Hallenbad außerhalb von Wien. Doch bereits die Errichtung in den 1920er-Jahren hätte der Stadt beinahe finanziell das Genick gebrochen. Knapp 90 Jahre später ist die Situation nicht ganz so dramatisch. Aber: „Das Defizit beträgt immerhin 1,2 Millionen Euro im Jahr“, räumt Bürgermeister Hans Stefan Hintner (VP) ein. Und: „Investitionen in der Höhe von 2,5 Millionen Euro in die Technik des Bades und des Eislaufplatzes sind dringend erforderlich“, bestätigt der Stadtchef.

Seit Jahren sucht man einen Betreiber, der die Gemeinde von der Last des Bades befreien könnte. Hintner: „Doch alle internationalen Fachleute fordern, dass die Sanierung erledigt werden muss, ehe über eine Übernahme auch nur nachgedacht wird.“ Das heißt, um diese Kosten kommt Mödling nicht herum, will man das Freizeitzentrum erhalten. Und dazu haben sich alle maßgeblichen Kräfte im Rathaus bekannt. „Das Stadtbad muss bleiben!“ So fasst Silvia Drechsler das Ergebnis ihrer sogenannten Zuhör-Tour vor den Toren des Planschtempels zusammen. Die SP-Vorsitzende - einst als Stadträtin ebenfalls an einem umsetzbaren Zukunftskonzept für die Anlage gescheitert - hat die Wünsche der Besucher gesammelt. Die SP-Fraktion fordert: „Es muss endlich eine Grundsatzentscheidung über die Zukunft des Stadtbades getroffen werden.“Beschlüsse bereits Ende dieses MonatsDas betont auch Bürgermeister Hintner: „Ende dieses Monats muss feststehen, in welche Richtung die Reise geht.“ Als eine realistische Möglichkeit gilt eine Kooperation mit dem Freizeitzentrum im nahen Perchtoldsdorf. Vorgespräche gab es bereits. Verhandlungen mit anderen Gemeinden im Bezirk hatten sich in den vergangenen Jahren ja zerschlagen.

Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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