Fünf Architektenteams waren in der Endrunde des Wettbewerbs, wobei eine der Bedingungen darin bestand, dass jeweils mindestens ein Büro aus Vorarlberg beteiligt ist. Als Sieger ging die Gruppe Aicher Architekten (Lustenau), Zechner & Zechner (Wien), Elmar Ludescher (Lauterach) und Phillip Lutz (Lochau) hervor. Dieses Team entschied auch den Parallelwettbewerb um die "Spange", die Verbindung der "Seestadt" mit den Seeanlagen über die ÖBB-Anlagen hinweg, für sich.
Der lange Streifen zwischen Innenstadt und seeseitiger Durchzugsstraße/Eisenbahnlinie ist ein städtebaulich hoch sensibles Gebiet. Historisch betrachtet, handelt es sich bei der "Seestadt" um das Areal des ehemaligen Bregenzer Bahnhofs vor dessen Verlegung in den 80er Jahren. Daraufhin lag das rund 9.000 Quadratmeter große Gebiet brach bzw. wurde lediglich als Parkplatz genutzt.
Bis in rund drei Jahren sollen hier Wohnungen, Büros und passageartig Geschäfte entstehen. Mit ausschlaggebend für den Zuschlag als Siegerprojekt, so der Schweizer Architekt und Juryvorsitzende Carl Fingerhuth, sei dessen Aufgliederung anstelle einer monolithischen Lösung gewesen.
Für die Eigentümer bzw. Auftraggeber (Prisma, Hypo Vorarlberg, Stadt Bregenz) war die Anbindung an die Stadt ebenso ein zentraler Punkt gewesen wie die deren Außenwirkung als Teil der Bebauungsgrenze. An Baukosten wird mit rund 80 Millionen Euro gerechnet.
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