22.06.2019 19:14 |

Visitationsbericht

Finanzbehörde prüft einen Wohnungsdeal des Bistums

Der frühere Kärntner Bischof Alois Schwarz muss sich der Finanzbehörde stellen: Es geht um angebliche Steuerhinterziehung bei einem Wohnungsdeal des Bistums Gurk und um eine parallel erfolgte Großspende. Der Bericht über die Visitation dürfte laut Nuntius Pedro Lopez Quintana schon bald veröffentlicht werden.

Die Korruptionsstaatsanwaltschaft hat zwar mittlerweile Ermittlungen bezüglich Jagdeinladungen eingestellt. Jetzt geht es aber um Finanzangelegenheiten. Es sollen Geldflüsse rund um einen Wohnungsdeal mit Waffenproduzent Gaston Glock in den Jahren 2012/13 beleuchtet werden. Wie bereits berichtet, hatte das Bistum in Pörtschach um 1,38 Millionen Euro drei Wohnungen am Wörthersee gekauft.

Ein Jahr später wurden diese an eine Glock-Stiftung verkauft. Eine zweite Firmen-Stiftung spendete beinahe gleichzeitig 600.000 Euro. Es liefen gerade die Renovierung von Stift Gurk und der Aufbau eines neuen Diözesanmuseums. Im Rahmen der Ermittlungen werden Bischof Schwarz sowie Vertreter der Stiftungen und Verantwortliche der Diözese einvernommen. Die Diözesanleitung hat ja den ganzen Fall mit einer Selbstanzeige ins Rollen gebracht.

Unterdessen hat der neue päpstliche Nuntius, Erzbischof Pedro Lopez Quintana, angekündigt, dass der Bericht über die Visitation durch Franz Lackner in Kärnten in den nächsten Wochen veröffentlicht werden könnte. Quintanas Aufgabe ist es, so schnell wie möglich einen neuen Bischof für Kärnten zu finden.

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